[NOWKR] Unseren Hass den könnt ihr haben! Aufruf zur antinationalen Demo gegen den Akademikerball 2014

Zum zweiten Mal findet am 24. Jänner 2014 der Akademikerball der Wiener Burschenschaften in der Hofburg statt. Die Veranstaltung ist das Nachfolgeprojekt zum WKR-Ball, der vor zwei Jahren aufgrund mangelnder Abgrenzung zum Rechtsextremismus von den Hofburg-Betreibergesellschaften abgedreht wurde. Auch heuer wird der Ballabend wieder von der FPÖ Wien ausgerichtet, die schon letztes Jahr – unter dem Deckmantel ihres parlamentarischen Schutzes – für den medial angekratzten Korporationsring einsprang. Es scheint also, als würde sich der gleiche rechtsextreme Ballabend wie jedes Jahr in der alten Kaiserresidenz ankündigen. Doch sind sehr wohl Kratzer im korporierten Lager wahrzunehmen.
Am augenscheinlichsten ist wohl das abgestürzte Interesse für den Ball im burschenschaftlichen Milieu. Waren nach Eigenangaben des Dachverbandes in der Vergangenheit bis zu 2.000 Besucher_innen zum strammen Rechtswalzer geströmt, registrierte die Polizei am letzten Ball nur mehr rund 700 Gäste. Zu den Gründen hierfür dürften auch interne Verstimmungen zählen. So ist die Anmeldung durch die FPÖ nicht auf ungeteilte Begeisterung in Verbindungskreisen gestoßen. Vielmehr dürfte die misslungene Mobilisierung zum umbenannten WKR-Ball jedoch auf das mittlerweile ramponierte Image des Balls und deren Besucher_innen innerhalb und außerhalb der Grenzen Österreichs zurückzuführen sein. In den zurückliegenden Jahren wurde nämlich – dank kontinuierlicher Kampagnenarbeit von Antifaschist_innen – in immer breiterem Ausmaß deutlich um was für ein Treffen es sich dabei handelt.
(mehr…)

WKR? WTF! Das Treffen der europäischen Rechten unmöglich machen. Kein Burgfrieden dem Normalzustand


Aufruf des kommunistischen »…umsGanze!« Bündnis:

Wir sind gekommen, um zu stören

Wenn am 24. Januar 2014 mit dem Wiener Korporations-, neuerdings Akademikerball, der gefühlte Geburtstag Kurt Waldheims und Jörg Haiders begangen wird, ist das nicht die harmlose Bergdeutschen-Variante des Kölner Karnevals, sondern das Schaulaufen der rechten Eliten Österreichs und Europas. Hier treffen Chauvinist*innen und Nationalist*innen aller Couleur zusammen: Korporationsstudenten und Politikerinnen, Professorinnen und Manager, Anwälte und Unternehmerinnen. Angemeldet von der Freiheitlichen Partei Östereichs (FPÖ) unterstreicht das fröhliche Gesellschaftsspiel in den imperialen Kulissen der Hofburg den Anspruch auf Führung und Gefolgschaft – zu Walzer und Polonaise, im Wichs und in Rüschen. Die von der Mensur entstellten Gesichter lassen erahnen, was der Restgesellschaft blüht, wenn die feschen Herren und Damen an Einfluss gewinnen. Nazis und Champagner? Gründe en masse, nach Wien zu fahren und die Party zu crashen! (mehr…)

JUST ANOTHER BRICK IN THE WALL. Veranstaltungsreihe gegen den Wiener Akademikerball 2014

Aus der Perspektive menschlicher Emanzipation ist Antifaschismus eine notwendige Zumutung. Ein vernünftiger Antifaschismus speist sich heute schließlich aus der Reflexion des Nationalsozialismus. Jener nämlich, dass es etwas noch schlimmeres als die bürgerliche Gesellschaft in ihr immer geben kann. Ohne also die Erkenntnis, dass sie selbst die „sprudelnde Quelle der gesellschaftlichen Irrationalität“ (Adorno) ist, zu vergessen, bedeutet Antifaschismus, nur die bürgerliche Gesellschaft vor ihren doch je eigenen Geschöpfen in Schutz zu nehmen. Die aus dem Antifaschismus für das Projekt der Überwindung der falschen Verhältnisse zu ziehende Erkenntnis ist in diesem Sinne, dass die „objektiven Verlierer“ des Bestehenden eben nicht automatisch das subjektive Interesse am Besseren haben müssen.

Das frustrierende Hamsterrad des Antifaschismus wird die radikale Linke unter kapitalistischen Bedingungen also nicht verlassen können. Anstatt sich mit diesem Zustand jedoch gemein zu machen, wäre schon aus dieser Erfahrung ein Argument für den Umsturz zu ziehen. Denn die gesellschaftliche Situation ist bereits ohne Neonazis, Burschenschafter und der FPÖ so skandalös, wie ihr als Ganzes antifaschistisch eben nicht beizukommen ist. Der Akademikerball ist nur ein Stein in einer Mauer, die es niederzureißen gilt, um auf den Trümmern der alten Gesellschaft die befreite zu erreichten. Aus diesem Grund organisieren wir als autonome antifa [w] im Vorfeld des Akademikerballs eine vierteilige Veranstaltungsreihe zu den Themen Extreme Rechte in Europa, “das rechtsextreme Geschlecht“, Rassismus und Nationalismus in Griechenland, sowie eine Podiumsdiskussion zu Formkritik und Hegemonietheorie. Denn um dem falschen Ganzen auf die Pelle zu rücken, bräuchte es schließlich eine über den Antifaschismus hinausgehende, praktische Kritik an Staat, Kapital und Patriarchat. • (mehr…)

[05.11.2013] Völkisches Krisenmanagement in Ungarn. Zur antisemitischen und antiziganistischen Entwicklung in der ungarischen Gesellschaft

Vortrag und Diskussion mit Karl Pfeifer, Wien

Seit dem Regierungswechsel von der sozialdemokratischen Partei (MSZP) zur rechten Fidesz-KDNP von Ministerpräsident Viktor Orbán 2010 ist in Ungarn Ethnonationalismus zunehmend strukturierendes Moment der offiziellen Politik geworden. Während auf dem Gebiet der Politik die Fidesz-KDNP mit der rechtsextremistischen Jobbik-Partei konkurriert, gibt es weitgehende ideologische Übereinstimmung zwischen den beiden Parteien. Die Regierung versucht, sich im Ausland als Beschützer der Juden und Förderer der Roma darzustellen, während sie im Inland oft gemeinsame völkische Sache mit Jobbik macht bzw. deren Vorschläge verwirklicht. Einige regierungsnahe Medien betreiben offene rassistische Hetze. Neonazibanden können in Ungarn in dicht von Roma bewohnten Orten unbehelligt aufmarschieren und deren BewohnerInnen bedrohen und schikanieren. Direkte Angriffe auf Jüdinnen und Juden, etwa die Forderung nach einer Auflistung aller jüdischen Abgeordneten im Parlament nehmen zu. In der Wirtschaftspolitik wird eine regressive Nationalisierungsstrategie verfolgt, die mithilfe antisemitischer Töne Stimmung gegen das Finanzkapital macht. Währenddessen geht Orbáns Regierung gegen die Armen der Gesellschaft, insbesondere gegen Obdachlose und Roma, vor.

Der Journalist Karl Pfeifer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Wiedererstarken von Antisemitismus und Antiziganismus in Europa. In Wien gehört er dem Kuratorium des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands (DÖW) an und recherchiert dort zu neonazistischen Bewegungen. Er war jahrelang Redakteur der Gemeinde , des Organs der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, und Korrespondent des israelischen Radios. Im Frühjahr 2013 veröffentlichte er sein autobiografisches Buch Einmal Palästina und zurück.

05.11.2103
19 Uhr
dasBaeckerei (Tannengasse 1/Ecke Felberstraße, 1150 Wien)

[29.10.2013] 1# Antifa Café nach der Sommerpause

Da.Sein
Filmpräsentation mit anschließender Diskussion mit den Filmemacher_innen

Die Schauplätze von Da.Sein sind u.a.: Sokodé, zweitgrößte Stadt Togos, in den 1990er-Jahren Widerstandshochburg gegen das repressive Regime von Präsident Gnassingbé Eyadéma. Die 20-Millionen-Metropole Lagos, aus der Perspektive eines Hinterzimmers, eines Fußballplatzes und eines fahrenden Autos. Ein Refugee-Protestcamp in Hamburg. Wien: Ottakring, Favoriten, Westbahnhof, eine Sportanlage.

Unter den Protagonist_innen: eine Krankenpflegerin und ihr Sohn. Ein Fußballspieler. Ein ehemaliger Chauffeur, der gerne Busfahrer wäre. Die Betreiberin einer kleinen Schneiderei. Eine Bleiberechtsaktivistin und Familienversorgerin. Ein beliebter Party-DJ. Mit ihnen haben Aylin Basaran und Hans-Georg Eberl Interviews geführt und sie einen Monat lang mit der Kamera in ihrem Alltag begleitet. Die Erzählungen handeln von traumatischen Gewalterfahrungen und auseinandergerissenen Beziehungen, von verlorenen Hoffnungen und Rechten. Von behördlichem Rassismus und Zermürbungsterror „da“ und politischer Verfolgung „dort“, aber auch von Widerstand und Solidarität. Und von Versuchen, sich durch den erzwungenen Bruch im eigenen Leben nicht unterkriegen zu lassen.

Die Abschiebung von Menschen aus Europa ist alltägliche institutionelle Praxis. Da.Sein will eine Plattform sein für jene Stimmen, die Teil der europäischen Gesellschaften waren, aber durch das gewaltsame Herausreißen unsichtbar gemacht wurden. Der Film behauptet keinen Anspruch dokumentarischer Neutralität, sondern verschreibt sich einer parteiischen und solidarischen Perspektive, ohne dabei den Blick für die unterschiedlichen Facetten subjektiver Erfahrungen und Handlungsstrategien seiner Protagonist_innen zu verlieren.

Dienstag 29.10.2013
19:00 Uhr
das Bäckerei

ANTIFASCIST SUMMERCAMP 27.08. – 01.09.2013

asc2013

Infos unter: http://antifanet.at/

Der dritte …umsGanze!-Kongress 5.-7. Juli 2013, Berlin

Der dritte …umsGanze!-Kongress
5.-7. Juli 2013
Technische Universität Berlin

Auf dem dritte Kongress des …umsGanze!-Bündnisses wollen wir mit Dir und Genoss*innen aus anderen Län­dern über die Transformation von Kapitalismus, Staatlichkeit und Politik in der Krise diskutieren. Wie können wir diese Ordnung kippen? Und warum macht sie es uns so schwer?

Überall in Europa kämpfen Lohnabhängige, Arbeitslose und Menschen in Ausbildung gegen die Austeritäts­politik der EU. Auf Straßen und Plätzen experimentieren sie mit direkter Demokratie und streiten über neue Modelle solidarischer Ökonomie. Selbst in Deutschland werden Risse im System sichtbar – durch stadtpoliti­sche Kämpfe, durch den Widerstand von Geflüchteten, durch Krisenproteste und Versuche sie zu kriminali­sieren. Doch auch linke Politik und antikapitalisti­sche Kritik stecken in der Krise. Zwar haben sich die Zukunftsversprechen des Neoliberalismus und des Nationalstaats erledigt. Aber echte Alternativen scheinen noch viel utopischer. Die EU wankt, und kann doch problem­los ihre marktradikale Regierungslogik durchset­zen. Die Illusion eines staatlich gezähmten Kapitalismus mit menschlichem Antlitz hat Konjunktur. Rassismus und Sozialchauvinis­mus stehen in voller Blüte, reaktionäre Krisendeutungen sind weit verbreitet, traditionelle Geschlechterrollen erleben eine Renaissance.

Was also tun?
(mehr…)

support budapest pride 2013!


Wir dokumentieren den Aufruf des Wiener Mobilisierungsbündnis zur Budapest Pride

Am 6.7.2013 findet in Budapest die jährliche Regenbogen/Pride-Parade statt. Die Demonstration für die Rechte von LGBTQ Personen wurde in den letzten Jahren mehrmals von faschistischen Gruppen angegriffen, von der Polizei verboten und mit staatlicher Repression belegt. Angesichts dieser Vergangenheit und der aktuellen völkisch-autoritären Entwicklungen in Ungarn wollen wir Solidarität zeigen und an der Pride teilnehmen.
(mehr…)

Gegen die bürokratisierte Unmenschlichkeit!

Unser Redebeitrag zum AMS bei der Mobiaktion von Blockupy Wien am 28. Mai 2013.

Gegen die bürokratisierte Unmenschlichkeit!

Der europäische Wirtschaftsraum befindet sich nun bereits im sechsten Krisenjahr und eine Verbesserung der Lage ist nicht in Sicht. Im Gegenteil – inzwischen werden in so kurzen Abständen neue Nachrichten über die Verschlechterung der Lebensbedingungen gemeldet, dass das Credo der ständigen Abwärtsspirale zur Normalität geworden ist. Viele soziale Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts werden im Kontext der Krise immer weiter nach dem Vorbild der deutschen Agenda 2010 abgebaut. Es handelt sich nicht nur schlicht um eine „Wirtschaftskrise“, sondern auch die gesellschaftliche Reproduktion, all jene Tätigkeiten und sozialen Zonen, die vermeintlich abseits kapitalistischer Ausbeutung deren Grundlagen sichern und erneuern, stecken in einer tiefen Krise. Der noch in den 90er Jahren existierende Glaube an das neoliberale Glücksversprechen, wonach es jede_r durch genug Anstrengung zu Wohlstand und Glück bringen könne, zerschellt an den unmittelbaren Gegebenheiten und ist längst von der Angst um die Existenz oder den sozialen Abstieg abgelöst worden.

Entgegen den weitverbreiteten Krisendeutungen, wonach wahlweise „gierige Banker“ oder „faule Südeuropäer“ Schuld an der Krise seien, sind die gesellschaftlichen Ursachen der Krise in der Funktionsweise des Kapitalismus angelegt. Die Krise heißt Kapitalismus – es ergibt politisch keinen Sinn, „Profiteure“ zu markieren, denn die Krise ist erstens systemisch und zweitens auch ohne Profiteure schlimm genug. Krisenakteur ist also in erster Linie der Staat, der als ideeller Gesamtkapitalist versucht, das Akkumlationsregime aufrecht zu erhalten, indem er die Rahmenbedingungen der kapitalistischen Produktionsweise sichert und, wenn nötig, mit Gewalt durchsetzt.
(mehr…)

[31.05.2013 FFM] Blockupy Deportation Airport!

Aufruf zur Aktion im Rahmen des Blockupy-Flutens am 31. Mai in Frankfurt.

Frankfurt ist ein Zentrum des europäischen Krisenregimes. Von hier aus findet der deutsche Exportschlager „Austeritätspolitik“ seinen Weg nach Europa und in die weite Welt. Frankfurt ist gleichzeitig ein zentraler Knotenpunkt des rassistischen Grenz- und Abschieberegimes der EU. Der Rhein-Main-Airport, integraler Bestandteil der „Global City Frankfurt“, ist Deutschlands Abschiebeflughafen No.1, und das wichtigste Abschiebe-Drehkreuz der EU. Von hier aus werden Geflüchtete und Migrant_innen auf direktem Weg in Armut, Diskriminierung, politische Verfolgung und Krieg geflogen. Für die konkreten Zwangsmaßnahmen ist die Bundespolizei verantwortlich – und rühmt sich selbst für die dabei gewonnene „interkulturelle Kompetenz“. Koordiniert wird das ganze durch die europäische Grenzagentur Frontex. Frontex hat sich in den letzten Jahren einen Namen mit ihrem oft tödlichen Umgang mit Flüchtlingen gemacht. Im Mittelmeer und an anderen europäischen Außengrenzen sterben jährlich hunderte Menschen, die in Europa nach Schutz suchen.
(mehr…)



Referer der letzten 24 Stunden:
  1. google.com (14)
  2. dasbaeckerei.net (4)