[m31] öffentliches Planungs- und Vernetzungstreffen // 15.02.2012 // 19h // Schenke, Wien

31. März 2012 – Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus!
Öffentliches Planungs- und Vernetzungstreffen // Mi. 15.02.2012 // 19h // Schenke (Wien, Pfeilgasse 33, 8. Bezirk, nähe U6 Josefstädterstr.)

Auf einem internationalen Treffen linker Gruppen und Basisgewerkschaften aus Griechenland, Deutschland, Spanien, Polen und Österreich Anfang Dezember in Frankfurt a. M. wurde beschlossen: Für den 31. März wird unter dem Motto „M31 – European Day of Action against Capitalism“ zu einem europaweiten Aktionstag gegen die autoritäre Krisenpolitik der Troika aus EU-Kommision, IWF und EZB aufgerufen. Die antikapitalistischen Organisationen wollen damit ein deutliches Zeichen gegen den maßgeblich von Deutschland betriebenen Versuch unternehmen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf dem kapitalistischen Weltmarkt auf dem Rücken von Lohnabhängigen und MigrantInnen zu sanieren. Mit dem international koordinierten Protest soll auch ein Zeichen gegen die nationalistische Stimmungsmache gegen die Lohnabhängigen in den südeuropäischen Ländern und die militärische Abschottung der EU-Außengrenzen gesetzt werden. Dagegen setzen die Organisatorinnen und Organisatoren die Perspektive einer grenzübergreifenden Selbstorganisation der von der Sparpolitik und kapitalistischen Ausbeutung betroffenen Menschen.
Insgesamt soll der Aktionstag im Frühjahr den Auftakt für eine weitergehende, europaweite Kooperation linker Gruppen und Basisgewerkschaften mit massiven Protesten im ganzen Jahr 2012 darstellen. Insofern stellt der Aufruf zum Aktionstag auch eine explizite Aufforderung zur Beteiligung an weitere antiautoritäre Gewerkschaften, Gruppen und Organisationen dar. In ganz Europa werden verschiedene Aktionen stattfinden.

Wir wollen mit euch gemeinsam diskutieren, vernetzen und planen, was konkret in Wien an diesem Tag und darüber hinaus gemacht werden kann. Wir als autonome antifa [w] wollen lediglich zu einem Planungs- und Vernetzungstreffen einladen und beanspruchen dabei keine Führungsposition oder ähnliches. Besser wir kämpfen gemeinsam gegen das Diktat des Marktes, und organisieren uns endlich europaweit. Der Kampf gegen den fortgesetzten Abbau sozialer Sicherheiten und Rechte ist wichtig, aber unsere Perspektive muss weiter sein. Wir müssen die fatalen Zwänge des Kapitalismus und seiner politischen Institutionen brechen.

Fight international! Against nation, state and capitalism!

Der allgemeine Aufruf und weiter Infos finden sich auf: march31.net

[Linz] Demo gegen den Burschenbundball 2012!

burschiball linz

Samstag, 11. Februar 2012
Demotreffpunkt: 18:00, Hauptplatz

Wir dokumentieren den Aufruf zur Demonstration gegen den Burschenbundball 2012 in Linz.
Gemeinsamer Zug-Anreisetreffpunkt von Wien nach Linz:
15:44 Wien Westbahnhof

Burschis auffressen! Game Over, Burschenbundball

Flyer für Proteste gegen BurschenbundballNicht nur in der Wiener Hofburg treffen sich jedes Jahr deutsch-nationale Verbindungsstudenten. Auch in Linz laden am 11. Februar 2012 akademische Burschenschaften, Landsmannschaften und pennale Verbindungen zum Burschenbundball ins „Palais Kaufmännischer Verein“. Dabei handelt es sich um das wohl repräsentativste Haus in ganz Linz, welches sich selbst auch gern als „kleine Hofburg“ bezeichnet. Der Burschenbundball ist nach dem WKR-Ball eine der größten Veranstaltungen der deutsch-völkischen Männerbünde in Österreich.

Maßgeblich an der Organisation beteiligt ist die rechtsextreme akademische Burschenschaft Arminia Czernowitz. Deren politische Positionierung zeigt sich regelmäßig bei ihren Veranstaltungen und in ihren Publikationen. Zuletzt im April 2010, als sie den bekennenden Antisemiten Richard Melisch auf ihre Bude einluden. Melisch verfügt über gute Kontakte zur deutschen und österreichischen Neonaziszene und referiert auch gern bei der NPD. Beworben wurde dies mit einem nur leicht abgeänderten Propagandaplakat der NSDAP. Darüber hinaus sind die Arminen auch eng mit der FPÖ verzahnt, so ist etwa der Linzer Stadtrat Detlef Wimmer Alter Herr der Verbindung. Dadurch erfüllen sie eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen dem legalen Rechtsextremismus der FPÖ und dem organisierten Neonazismus.
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Impressionen & Pressespiegel zur noWKR-Demo 2012

bild c wkr 12

bild wkr 12 b

Internationale Presse
USA:
CBS News: Austrian far right celebrates on Holocaust holiday
The Washington Post: Austria’s 2 faces: As some mourn Auschwitz victims, others gather for right-wing ball

U.K.:
BBC News: ‚Far-right‘ Vienna ball condemned on Holocaust Day
Frankreich:
L‘Express: Marine Le Pen valse à Vienne avec des pangermanistes
Spanien:
Euronews: La extrema derecha europea se da cita en un polémico baile en Viena
Deutschland:
ZDF heute nacht: Ball der Burschenschaften – Polizei-Großeinsatz in Wien
Tagesschau: Demonstrationen gegen Burschenschafterball in Wien

Presse Österreich
Der Standard: 6.000 Teilnehmer bei Anti-WKR-Demo

Der Standard: Kritik an der Polizei
FM4: Darf ich bitten?
ORF: Neun Verletzte und 20 Festnahmen
Die Presse: Demo-Touristen aus Deutschland bei WKR-Ball

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M31 – Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus

m31 poster

Europa und die Europäische Union (EU) befinden sich im Ausnahmezustand. Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit dieser Katastrophenrhetorik werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die EU, ihre Mitgliedsstaaten und Beitrittskandidaten setzen auf mehr “Wettbewerb” und einen brutalen Sparkurs, um das “Vertrauen” und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Genau damit aber bestätigen sie die destruktive Logik des Kapitalismus. Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von privatem Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

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[NOWKR] Gegen Burschis, Österreich und ihre Fans! 1800 auf No-WKR Demo!

Als Teil des No-WKR Bündnisses wollen wir einen kleinen Rückblick (die ausführliche Nachbetrachtung folgt innerhalb der nächsten Tage) auf die erfolgreichen gestrigen Proteste der größten Demonstration gegen den WKR-Ball seit Beginn der Gegenaktionen (2008) bieten. Wie auch die Jahre zuvor konnte die Kriminalisierungsstrategie der Polizei auch dieses Jahr nichts an der Entschlossenheit gegen den WKR Ball auf die Straße zu gehen, ändern. Im Gegenteil: Gleich mehrere Mobilisierungen durch diverse linksradikale Bündnisse (antifanet, NoWKR, …ums Ganze!) wurden dieses Jahr angestrengt, und waren schlussendlich auch mehr als erfolgreich: Die Demonstration von gut 1800 Leuten (Quelle: Indymedia) konnte nicht nur den Demotreffpunkt am Europaplatz ohne größere Probleme verlassen, sondern auch ohne Zwischenfälle entschlossen durchgesetzt werden.

Nach der Demo kam es dann trotzdem zu insgesamt 21 Festnahmen, wobei nicht ganz klar ist, ob die Neonazis, von denen ebenfalls einige festgenommen wurden, mitgezählt sind. Die Rechtshilfe bittet alle Leute, die gestern festgenommen wurden – und sich noch nicht gemeldet haben – dies (falls möglich verschlüsselt) per Mail nachzuholen. Betroffene und Augenzeug*innen können sich über Updates, Kontaktadresse zur Rechtshilfe und alles weitere auf rhwien.noblogs.org informieren.

Abschließend wollen wir uns bei allen bedanken die den gestrigen Protest mit uns auf die Straße getragen haben. Für den Kommunismus!

26.01. 17 Uhr: InfoVA zu den noWKR-Protesten

Am Donnerstag, den 26.01., findet um 17 Uhr eine Infoveranstaltung mit News zu den Protesten gegen den WKR-Ball 2012 statt.
Ort: altes AKH, Uni Campus (Spitalgasse 2-4), Hof 2, Gewi. (neben dem Hörsaalzentrum C)

:: NEWS :: NEWS :: NEWS ::

Unser Mobi-Jingle ist da, und kann unter folgendem Link angehört werden: noWKR-Jingle
Ausserdem für euch: Ein Interview mit Radio Orange zu den noWKR-Protesten. Anzuhören hier.

Und der Tagesplan für den 28.01. steht soweit…
13:00 Uhr: „Burschisafari“ – Burschenschaften in Wien / Einführung und Spaziergang (Zuvor gibt es ein kurzes Inputreferat. Das ganze dauert ca. 2-3 Stunden. Anmeldung unter: afa_wien [ät] riseup.net
15:30 Uhr: Infoveranstaltung zum „M31 – European Day of action against capitalism“ (march31.net)

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„des rues de sucre“-Party – Antinationale Afterparty

flyer part 27.01.

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27.01. Vienna Calling! Den WKR-Ball crushen!

Antifaschistische Demonstration! Treffpunkt am Europaplatz in Wien, 17 Uhr!

Die Demo ist angemeldet & wurde nicht untersagt! Im Internet kursieren aktuell Gerüchte, dass die noWKR-Demo „illegal“ sei. Das ist nicht korrekt! Alle aktuellen Ankündigungen, Infos & News findet ihr auf unserer Seite, http://nowkr.at, http://umsganze.org oder http://antifanet.at

wkr sticker

umsGanze!-Aufruf „Vienna Calling“
antifanet-Aufruf „Den WKR-Ball crushen“

umsGanze! TV Folge 11 – Mobivideo
Unser Beitrag zur Ideologiekritik des Gedenkes

Seite der betreuenden Rechtshilfe in Wien.
Rechtshilfenummer für den 27.01.: 0043 (0) 681 – 83 10 30 50


noWKR-Ball Demo 2012 // nowkr.at auf einer größeren Karte anzeigen

Die Demonstration ist angemeldet und die oben eingezeichnete Route wurde genehmigt! Bitte achtet auf weitere Ankündigungen, News & Infos!

Beim Gedenken wird nicht gedacht und jeder Nazi, der rennen muss, ist besser als hundert Kränze!

Dieser Beitrag wurde für die in Kürze erscheinende Broschüre „Zur Kritik… “ der Gruppe D-Day geschrieben. Hier nun die vorab Veröffentlichung.
***

Vorwort
Gerade in Anbetracht des gesellschaftlichen Diskurses, welcher sich um den WKR-Ball 2012, der am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung stattfindet, und den österreichischen Umgang mit der nationalsozialistischen Geschichte drehen, möchten wir mit linken Allgemeinplätzen in Bezug auf Geschichts- und Gedenkpolitik aufräumen. Die Notwendigkeit, die soziale Form des Gedenkens aus ideologiekritischer Perspektive zu thematisieren, scheint uns aktuell gegeben zu sein. Die später angeführten Thesen können und sollen nicht als abgeschlossen gesehen werden, sondern sollen zu einer kritischen Positionsbestimmung der radikalen Linken beitragen.
Mit der Kritik an der Gedenkform wollen wir nicht die spezifische Verlaufsform von Nationalideologien der deutschen und österreichischen Täter_innengesellschaft unterschlagen. Diese Kritik muss als eine Zuspitzung gesehen und verstanden werden, die ein Problem deutlich machen soll. Es ist wichtig, die identitäre Funktion des Gedenkens zu kritisieren, anstatt in vermeintlich „gutes“, also „richtiges“, und „böses“ – „falsches“ – Gedenken zu unterscheiden. Es sollte kein Zweifel darüber bestehen, dass der Holocaust, als einzigartiges Geschehen, eine Herausforderung für nationale Identitätspolitiken darstellt. Die Flexibilität des Gedenkens wird am Beispiel Deutschland besonders deutlich. Durch die Singularität des Holocaust und der „Fähigkeit“, dieses Einzigartige zu „bewältigen“, hat Deutschland als „Aufarbeitungsweltmeister“ wieder einen positiven Bezugspunkt gefunden, der ins nationalideologische Narrativ eingespeist werden konnte. Für Österreich lässt sich das bisher nicht behaupten.1

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