Am Donnerstag, den 26.01., findet um 17 Uhr eine Infoveranstaltung mit News zu den Protesten gegen den WKR-Ball 2012 statt.
Ort: altes AKH, Uni Campus (Spitalgasse 2-4), Hof 2, Gewi. (neben dem Hörsaalzentrum C)
Am Donnerstag, den 26.01., findet um 17 Uhr eine Infoveranstaltung mit News zu den Protesten gegen den WKR-Ball 2012 statt.
Ort: altes AKH, Uni Campus (Spitalgasse 2-4), Hof 2, Gewi. (neben dem Hörsaalzentrum C)
Unser Mobi-Jingle ist da, und kann unter folgendem Link angehört werden: noWKR-Jingle
Ausserdem für euch: Ein Interview mit Radio Orange zu den noWKR-Protesten. Anzuhören hier.
Und der Tagesplan für den 28.01. steht soweit…
13:00 Uhr: „Burschisafari“ – Burschenschaften in Wien / Einführung und Spaziergang (Zuvor gibt es ein kurzes Inputreferat. Das ganze dauert ca. 2-3 Stunden. Anmeldung unter: afa_wien [ät] riseup.net
15:30 Uhr: Infoveranstaltung zum „M31 – European Day of action against capitalism“ (march31.net)
Die Demo ist angemeldet & wurde nicht untersagt! Im Internet kursieren aktuell Gerüchte, dass die noWKR-Demo „illegal“ sei. Das ist nicht korrekt! Alle aktuellen Ankündigungen, Infos & News findet ihr auf unserer Seite, http://nowkr.at, http://umsganze.org oder http://antifanet.at

umsGanze!-Aufruf „Vienna Calling“
antifanet-Aufruf „Den WKR-Ball crushen“
umsGanze! TV Folge 11 – Mobivideo
Unser Beitrag zur Ideologiekritik des Gedenkes
Seite der betreuenden Rechtshilfe in Wien.
Rechtshilfenummer für den 27.01.: 0043 (0) 681 – 83 10 30 50
noWKR-Ball Demo 2012 // nowkr.at auf einer größeren Karte anzeigen
Die Demonstration ist angemeldet und die oben eingezeichnete Route wurde genehmigt! Bitte achtet auf weitere Ankündigungen, News & Infos!
Dieser Beitrag wurde für die in Kürze erscheinende Broschüre „Zur Kritik… “ der Gruppe D-Day geschrieben. Hier nun die vorab Veröffentlichung.
***
Vorwort
Gerade in Anbetracht des gesellschaftlichen Diskurses, welcher sich um den WKR-Ball 2012, der am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung stattfindet, und den österreichischen Umgang mit der nationalsozialistischen Geschichte drehen, möchten wir mit linken Allgemeinplätzen in Bezug auf Geschichts- und Gedenkpolitik aufräumen. Die Notwendigkeit, die soziale Form des Gedenkens aus ideologiekritischer Perspektive zu thematisieren, scheint uns aktuell gegeben zu sein. Die später angeführten Thesen können und sollen nicht als abgeschlossen gesehen werden, sondern sollen zu einer kritischen Positionsbestimmung der radikalen Linken beitragen.
Mit der Kritik an der Gedenkform wollen wir nicht die spezifische Verlaufsform von Nationalideologien der deutschen und österreichischen Täter_innengesellschaft unterschlagen. Diese Kritik muss als eine Zuspitzung gesehen und verstanden werden, die ein Problem deutlich machen soll. Es ist wichtig, die identitäre Funktion des Gedenkens zu kritisieren, anstatt in vermeintlich „gutes“, also „richtiges“, und „böses“ – „falsches“ – Gedenken zu unterscheiden. Es sollte kein Zweifel darüber bestehen, dass der Holocaust, als einzigartiges Geschehen, eine Herausforderung für nationale Identitätspolitiken darstellt. Die Flexibilität des Gedenkens wird am Beispiel Deutschland besonders deutlich. Durch die Singularität des Holocaust und der „Fähigkeit“, dieses Einzigartige zu „bewältigen“, hat Deutschland als „Aufarbeitungsweltmeister“ wieder einen positiven Bezugspunkt gefunden, der ins nationalideologische Narrativ eingespeist werden konnte. Für Österreich lässt sich das bisher nicht behaupten.1
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Samstag, 21. Januar 2012 // 15:30 Uhr // Hauptgebäude Uni Wien, Hörsaal 33 (Dr. Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien)
mit:
T0P B3rlin - Theorie.Organisation.Praxis. Kommunistisches Projekt gegen alles Böse. (http://top-berlin.net/)
Dr.in Karin Liebhart (Politikwissenschaftlerin, Wien)
autonome antifa [w] (http://antifaw.blogsport.de/)
Zur Ideologiekritik des Gedenkens
Der alljährliche Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) in der Wiener Hofburg, dem Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten, erscheint oberflächlich betrachtet als zeremoniell erstarrte, aus der Zeit gefallene Schrulle – als bizarres Stelldichein ‚Ewiggestriger‘. Doch gerade seine sorgsam inszenierte Traditionskruste macht ihn hier und heute so attraktiv und gefährlich. Im Glanz historischer Pracht und Größe finden Neonazis, Burschenschafter, etablierte Eliten und Rechtspopulist*innen mühelos zusammen. Was sie lockt und befriedigt ist die rituelle Aufführung einer historisch verbürgten Gemeinschaft: der Nation. Nationales Privileg, Einschluss und Ausschluss erscheinen im historischen Gewand als vorpolitische Rechte, an denen schlechterdings nicht zu rütteln ist. Und genau dieses nationale Versprechen verbindet Burschis und Nazis mit ihren bürgerlichen KritikerInnen.
Veranstaltungshinweis:

Wann? – Dienstag 10.01.2012, 19 Uhr
Wo? – Hus (Rathausstraße 19-21 / gegenüber vom NIG)
Vortrag & Diskussion
„Falsch verbunden? – Von Fuxen, Burschen und Bierjungen: Dimensionen und Kritik des Phänomens ´studentische Korporationen´ in Österreich und Deutschland“.
Mobilisierungsveranstaltung zu den korporationskritischen Protesten in Linz (Jänner/Februar 2012)
Im Vortrag sollen Argumente und Fakten vermittelt werden, die eine differenziert-kritische Auseinandersetzung mit „studentischen Verbindungen“ (z.B. Corps, CV-Verbindungen, Turnerschaften, Burschenschaften usw.) ermöglichen. Es sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Korporationstypen herausgearbeitet werden und eine Kritik am Phänomen entwickelt werden. Dazu sollen auch theoretische Ansätze die zur Analyse geeignet sind vorgestellt werden.
Daneben soll eine Kritik an häufigen Formen der (antifaschistisch-aktivistischen) Auseinandersetzung mit Korporationen, die meist ihren Fokus auf „völkische Verbindungen“ legen (Beispiel: No-WKR-Proteste) vorgestellt und diskutiert werden.
Anschließend wird es Infos zu den Aktionen gegen den CV-Ball (14.1.12) und den Burschenbundball (11.2.12) in Linz geben. An beiden Terminen würden sich Aktivist_innen aus Linz über Unterstützung freuen. Vormerken, solidarisch sein und hinkommen wär super!
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Gegen den WKR-Ball, Studentenverbindungen und den österreichischen Normalzustand!

Am 27. Jänner ist es wieder einmal so weit. Deutschnationale Burschenschafter und Rechtsextreme aus ganz Europa treffen sich beim Ball des Wiener Korporations Ring (WKR) in der Hofburg. Dort wird dann nicht nur getanzt und gefeiert sondern es werden auch eifrig Kontakte geknüpft. Aufgrund des skandalverdächtigen Zusammenfallen des diesjährigen Veranstaltungsdatums mit dem Auschwitz Gedenktag und dem darauf folgenden Medienrummel, wurden die Schmissfressen vom WKR ab 2013 offiziell aus der Hofburg geworfen. Argumentiert wird dieser Schritt aber nicht etwa mit der Notwendigkeit eines konsequenten Antifaschismus, sondern lediglich mit dem Verweis auf eine drohende Imageschädigung für die Nation.
…umsGanze!-Aufruf zu den Protesten gegen den WKR-Ball 2012
Ausgerechnet am Holocaust Memorial Day, dem 27. Januar 2012, findet in der Wiener Hofburg mit dem 59. Ball des reaktionären Wiener Korporationsrings (WKR) einer der zentralen Events der europäischen Rechten statt. Was auf den ersten Blick wie ein gesellschaftliches Stelldichein in Frack, Schärpe und Schmiss erscheint, hat es tatsächlich in sich: mit diesem Ball gelingt, was sonst Seltenheitswert hat, nämlich der gesellschaftliche Schulterschluss zwischen Neonazis, Burschenschaftern, RechtspopulistInnen und Mitgliedern der etablierten Elite. Entsprechend ist der Ball auch alles andere als eine unpolitische ‚Feierei’. Und das jährliche Ritual ist mehr als ein albernes Relikt. Der WKR-Ball ist Anlaufpunkt für eine reaktionär-autoritäre Bewegung, die im Windschatten der gegenwärtigen Krise versucht, Macht und Einfluss auszuweiten.
WKR ‚Who is Who‘ – Reaktionäres networking und seine Akteure
Der veranstaltende Wiener Korporationsring ist eine freiwillige Vereinigung von Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften, deren Gesinnung von »national-freiheitlich«, völkisch-deutschnational bis offen neonazistisch reicht. Der ideologische Gehalt des WKR ist darüber hinaus zutiefst sexistisch und homophob, ganz im Sinne des elitären Männerbundprinzips. Im Selbstverständnis des WKR wird unter anderem das »Bekenntnis zum angestammten Volkstum im Rahmen der abendländischen Kulturgemeinschaft« gepriesen. So verwundert es auch nicht, dass sich in der Vergangenheit beim WKR-Ball prominente Rechtsaußen wie Jean-Marie Le Pen (Front National, Frankreich), Frank Vanhecke (Vlaams Belang, Belgien) und Alexander Dugin (Eurasische Partei, Russland) die Klinke in die Hand gaben. Auch Mitglieder aus der »Pro«-Bewegung und der NPD aus Deutschland sind gern gesehene Gäste. Wenig überraschend ist auch, dass die Burschenschafterszene eng mit der FPÖ – dem rechten Aushängeschild Österreichs – verknüpft ist. Von deren FunktionärInnen wimmelt es dann auch nur so auf dem Ball. Eindeutig, ein Fall für die Antifa!
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