Archiv für November 2009

Eine Absage an Staat und Nation

In diesen beiden Artikeln beschäftigen wir uns mit Staat und Nation.
Stopp, weiter lesen! Das klingt zwar erst mal trocken und unverständlich, ist aber hochaktuell und nie langweilig. Und Anlässe, sich darüber mal zu verständigen, gibt es in diesem Jahr einige.
Einerseits die Krise, die viele Fragen aufwirft: Wie kam es dazu? Wie funktioniert der Kapitalismus? Und was hat der Staat damit zu tun? Was macht er? Und wieso? (mehr…)

Tipps und Tricks für Antifas

Naziaufmärsche verhindern? Demonstrationen organisieren? Zeitungen produzieren? Gruppen gründen?Wie verhalten bei Naziübergriffen, auf Demonstrationen und bei Hausdurchsuchungen?

Die Broschüre „Tipps und Tricks für Antifas“, seit Jahren ein Klassiker und jetzt in einer überarbeiteten und aktualisierten Form im Unrast Verlag erschienen, gibt eine detaillierte und klare Übersicht zu den Grundregeln und zum Basiswissen antifaschistischer und linksradikaler Politik. Sie vermittelt anschaulich, was zu beachten ist, wenn man beispielsweise Blockaden, Veranstaltungen oder Geld für politische Aktionen organisieren will oder wie man sich im Falle staatlicher Repression zu verhalten hat. (mehr…)

Realsozialismus

Der Sozialismus, in dem alles real war – außer dem Sozialismus!

„Geh doch nach drüben!“

Diese Aufforderung bekamen Personen, die zu Zeiten des Kalten Krieges die BRD kritisierten, früher oder später an den Kopf geknallt. Auch heute wird bei einer grundsätzlichen Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen gerne auf den sogenannten Realsozialismus in der DDR und den anderen Ostblockstaaten verwiesen – und mit dessen Scheitern die vermeintliche Alternativlosigkeit des Kapitalismus „bewiesen“. „Seht her“, so der Tenor, „der Kapitalismus ist vielleicht nicht wahnsinnig toll, aber alle anderen Versuche, das menschliche Zusammenleben zu regeln, münden unweigerlich in einem Terrorregime.“ (mehr…)

Demoaufruf gegen die 150-Jahr-Feier der Olympia!

Der Olympia die Fackel ausblasen!
Gegen die 150-Jahr-Feier der rechtsextremen Burschenschaft Olympia.

Am 20. November begeht die einschlägig bekannte akademische Burschenschaft Olympia im Rahmen ihres 150. Stiftungsfest eine Feier auf ihrer Bude in der Gumpendorferstraße. In der Vergangenheit tat sich dieser Männerbund immer als eine der rabiatesten völkischen und deutschnationalen Verbindungen in Wien und Österreich hervor. So sind immer wieder antisemitische Äußerungen der Olympia zu vernehmen, die beispielsweise das Festhalten am „Arierparagraphen“ nach 1945 dokumentieren. Weiters lud die Korporation 2005 den Holocaustleugner David Irving nach Wien ein. (mehr…)

Stencils zum downloaden

Stencils von den Genoss_innen der Antifa-nt
jetzt unter Downloads, viel Spaß beim basteln!

*Achtung!
Wir, die autonome antifa [w], möchten darauf hinweisen, dass diese Schablonen nicht dafür erstellt wurden, um sie an Hauswänden oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen anzubringen, sondern nur um sie auf Papier und anderen privaten Gegenständen auszuprobieren. (mehr…)

Frauen Mädchen Lesben Demonstration in Wien am 25. November

wir dokumentieren hier den Aufruf der heurigen Demo und solidarisieren uns damit;

Frauen Mädchen Lesben Demonstration in Wien am 25. November 2009, Treffpunkt: 17.00 Uhr Praterstern.

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„Ich bin nicht frei, solange eine einzige Frau unfrei ist, auch wenn sie ganz andere Fesseln trägt als ich. Ich bin nicht frei, solange noch ein einziger farbiger Mensch in Ketten liegt. Und solange seid auch ihr nicht frei!“ (Audre Lorde)

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Endlich wird die Arbeit knapp.

Endlich wird die Arbeit knapp? Gehts noch?
Wer die Überschrift liest, wird sich wohl erstmal denken „Jetzt spinnen die total!“. Arbeit ist in dieser Gesellschaft schließlich mit das Wichtigste überhaupt. In regelmäßigen Abständen werden die Arbeitslosenzahlen veröffentlicht und jeder Prozentpunkt weniger wird abgefeiert. Wenn irgendwo eine neue Fabrik entstehen soll und es gibt Proteste, etwa wegen Umweltschutz oder so, heisst es immer: „Hey, da entstehen doch Arbeitsplätze.“ Und es scheint fast so, als sei das ein Wert an sich. Viele arbeiten offensichtlich nicht, um Geld und ein einigermaßen erträgliches Leben zu haben, sondern sie leben, um zu arbeiten. (mehr…)

Kapitalismus, Krise, Du & deine Playstation

Der kriegt die Krise (immer wieder) – Finanzkrisen und Kapitalismus

Börsencrashs, Manager_innengehälter, Konjunkturpakete und Abwrackprämie … seit Monaten muss sich vermehrt dieser stinklangweilige Mist reingezogen werden. Irgendjemand hat sich verspekuliert, alles bricht zusammen und dann zahlt die Regierung wahnsinnige Summen, einige Milliarden Euro. Das wäre, als bekäme jede_r in Österreich eine Playstation, ein super teures High-Tech-Fahrrad, eine Reise in die USA geschenkt und die Graffiti-Spraydosen für die nächsten zwei Jahre finanziert! Da wir das aber eh nicht bekommen, könnte es uns doch eigentlich egal sein. Dennoch stellt sich die Frage, ob sich Eltern oder Freund_innen ein neues Auto kaufen können, ob aufgrund von Kürzungen die Stadt weniger Geld für‘s Jugendzentrum oder den neuen Skatepark zur Verfügung stellen kann. Vielleicht werden die Möglichkeiten schwieriger, später einen Job zu finden? Also, so ganz unbemerkt geht das Ganze an unserem Leben dann anscheinend doch nicht vorbei. (mehr…)

Du bist Kommunismus!

Eine Annäherung an den Kommunismusbegriff.

Abschiebung, Armut, Ausbeutung, Ausgrenzung. Bildungsnot, Brauchtum, Bingo. Christen. Drogenfahnder. Existenznot. Faschismus. Gartenzwerge. Heino. Insolvenz. Judenhass. Krieg. Lohnarbeit. Machos. Nazis. Opas Eisernes Kreuz. Preussen. Querfront. Repression. Schule. Tag der Heimat. Umweltverschmutzung. Von der Leyen. Werbung. Xavers Lederhosen. Yahoo. Zivilpolizisten.

Das ist eine kleine Auswahl der Dinge, die wir in dieser Gesellschaft so richtig scheiße finden. Wir sagen nicht, dass der Kapitalismus für all das verantwortlich ist. Aber er hängt mit all dem zusammen. Zusammen ergibt das ein Bild. Das Bild einer Gesellschaft, in der wir nicht leben wollen. Wir wollen alles anders machen. Wir wollen eine Gesellschaft, die sich nicht die Produktion von Profit, sondern das höchstmögliche Glück aller auf die Fahnen schreibt. Wir wissen nicht, wie das geht. Wir wissen nur, wie es nicht geht. Indem wir sagen, was wir im Hier und Jetzt falsch finden, entsteht nach und nach ein anderes Bild. Eines davon, wie wir leben und arbeiten wollen und es hoffentlich auch einmal tun. Für das, was wir nicht klar beschreiben können, haben wir einen Namen. Da wir keinen besseren Begriff haben, nennen wir es Kommunismus. (mehr…)

We don‘t need your education!

Parolen wie „Bildung darf keine Ware sein“ oder „Bildung ist Menschenrecht“ sind wieder in aller Munde. Ganz unabhängig von einem möglichen Erfolg der Demonstrationen stellt sich jedoch die Frage, ob die Forderung nach einer Entkoppelung von Bildung und ökonomischen Interessen langfristig erfolgreich sein kann. (mehr…)