Archiv für Januar 2010

Antifa-Kongress rund um den WKR-Ball

Nachdem wir an diesem Wochenende nicht nur den Schmissgermanen die Feier vermiesen, sondern es auch mit antifaschistischen Inhalt füllen wollen, gibt es am Tag nach der Demo den Antifa-Kongress. Dieser soll Raum bieten für Vernetzung von antifaschistischen Aktivitäten in Hinblick auf ein paar Interventionsmöglichkeiten im Jahr 2010 wie z.B. beim Naziaufmarsch am 13. Februar in Dresden oder bei den deutsch-völkischen Feierlichkeiten zum 10. Oktober in Koroška/Kärnten. Zudem soll auch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen angeregt werden. Drei Vorträge zum Thema „Kärntner Slowen_innen in der deutschen Volksgemeinschaft“, „Keine Versöhnung mit Deutschland – Gegen deutsche Opfermythen, Naziaufmarsch und bürgerliches Gedenken“ und „Perversion und Glück – Bürgerliche Männlichkeit im Bund: Faschos, Homos, Sados“, stehen für interessierte Menschen offen zum lauschen und mit diskutieren.
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Grundsatz-Thesen 1.0

Wir möchten folgende zehn Grundthesen* vorstellen, die als Basis unserer theoretischen wie auch praktischen Arbeit dienen. Natürlich sind alle herzlich eingeladen zu diskutieren/kritisieren oder zum Fragen stellen (am besten als Email an afa_wien@riseup.net). Als offene Antifa-Gruppe freuen wir uns natürlich auch über jede und jeden die bei uns aktiv werden will!

Grundsätzliches 1.0.

1. Der globale Kapitalismus ist eine allen vernünftigen Zwecken spottende Veranstaltung. Er ist voll von Katastrophen, Elend und einsamer Verzweiflung. Anstatt dass die Menschen ihre Reproduktion vernünftig und miteinander regeln, basiert er auf der gewalttätigen Konkurrenz aller gegen alle und produziert so jeden Tag humanitäre Katastrophen. Als Anarchist_innen & Kommunist_innen, wollen wir diese Veranstaltung beenden und durch eine Gesellschaft der Freien und Gleichen ersetzen. Ganz verrückt ist das nicht, weil es schon lange möglich ist. Total verrückt sind vielmehr diejenigen, die auf Teufel komm raus am schlechten Bestehenden festhalten wollen. Um dem Kommunismus (warum wir das „Kommunismus“ nennen gibs hier zu lesen) näher zu kommen arbeiten wir mit unseren bescheidenen Mitteln mit an einer Neuformulierung linker Theorie und Praxis, die versucht, gescheiterte Konzepte und alte Fehler, die dankenswerterweise von anderen Linken schon vor uns gemacht wurden, nicht ständig zu wiederholen. Dazu bedarf es der Kritik und der inhaltlichen Verständigung über das linksradikale Projekt. Denn: „Die soziale Revolution kann ihre Poesie nicht aus der Vergangenheit schöpfen, sondern nur aus der Zukunft. Sie kann nicht mit sich selbst beginnen, bevor sie allen Aberglauben an die Vergangenheit abgestreift hat.“ (Karl Marx, 18. Brumaire)
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