Archiv für März 2010

Don‘t let the system get you down!

Gerne unterstützen wir diese Soli-Party auch offiziell!

Antirep Party

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Feminism revisted!

Feminism revisted!

Andrea Trumann, die zahlreiche Beiträge zu feministischer Theorie publiziert hat, beschäftigt sich im Berliner AK Wissenskritik mit Bevölkerungspolitik, Naturbegriffen und Gentechnologie.

„Feminism revisited“ stellt ihr Buch vor und will mit Andrea Trumanns feministischer Kritik an Frauenbewegungen eine Grundlage für eine in Wien wenig rezipierte feministische Theorie liefern.

Ihr Vortrag präsentiert ihr bereits 2002 erschienenes Buch „Feministische Theorie – Frauenbewegungen und weibliche Subjektbildung im Spätkapitalismus“. Hier liefert Trumann nicht nur einen profunden Überblick über Frauenbewegungen vom Kampf um das Wahlrecht für Frauen über das Recht auf Schwangerschaftsabbruch bis zum Zeitalter der Reproduktionsmedizin und feministischer Theoriebildung, von Helke Sanders Tomatenwurfrede, Simone de Beauvoir bis zu Judith Butler. Sie unterzieht die Frauenbewegungen auch einer kritischen Analyse in Bezug auf deren Herrschafts- und Kapitalismuskritik. Denn, so eine ihrer zentralen Thesen: Auch wenn die Frauenbewegungen ein noch so kritisches Potential gehabt haben, viele von ihnen hätten trotzdem den herrschenden Verhältnissen in die Hände gespielt und diese optimiert.
Das Patriarchat wirkt im Spätkapitalismus – auch wenn es im alten Sinn der patriarchalen Großfamilie kaum noch existiert – individualisierend als subjektlose Herrschaft. Frauen, ehemals nur aufs „Private“ beschränkt, fungieren heute nicht nur als Arbeitskraftbehälter sondern sind zusätzlich einer rigiden Selbstdisziplinierung unterworfen.

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Fuck the university – Warum Bildung im Kapitalismus immer scheiße sein wird!

Bildungsdemo Berlin

Fuck the university, oder: Warum Bildung im Kapitalismus immer Scheiße sein wird.

Am 11. März treffen sich 46 Bildungsminister_innen in der Wiener Hofburg um 10 Jahre Bolognaprozess abzufeiern. Für die Studibewegung ein guter Grund um wieder auf die Straße zu gehen und die „Ökonomisierung des Bildungssystems” anzuprangern. Dem Gipfel soll durch Massenblockaden die „Legitimität“ entzogen werden, den Minister_innen soll am eigenen Leib gezeigt werden, „was es heißt von Zugangsbeschränkungen betroffen zu sein”; das „Recht auf Bildung” wird eingefordert.

Nun ist erstmal schön und gut für bessere Studienbedingungen auf die Straße zu gehen, völlig vergessen wird dabei jedoch, dass Bildung sich nicht im luftleeren Raum bewegt, sondern in unserer kapitalistisch verfassten Gesellschaft ganz bestimmte Ziele verfolgt. Die in ganz Europa aufkommenden Studienproteste haben sich zwar die Parole „Bildung darf keine Ware sein“ auf die Fahne geschrieben, doch fragt es sich unabhängig von möglichen kurzfristigen „Erfolgen“ nach der prinzipiellen (Un)Möglichkeit, Bildung von ökonomischen Interessen zu entkoppeln. Es verhält sich mit Bildung wie mit allen anderen Lebensbereichen innerhalb des ökonomischen Systems, sie müssen sich der ökonomischen Verwertbarkeit unterordnen. Fabriken produzieren Autos, Universitäten Bildung – entscheidend ist die zahlungsfähige Nachfrage als Basis für die Schaffung von Mehrwert bzw. Profit. (mehr…)