Archiv für Mai 2010

Good Night Daddy’s Pride

Gegen patriarchale Väter, Familienfundamentalisten und heterosexistische Zustände!

Der immer stärker werdende antifeministische Backlash, der sich vor allem gegen die feministischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte richtet, hat eine Gruppe von Männern hervorgebracht, die sich unter dem Label der „Väterrechtsbewegung“ organisieren. In diesem Kontext deklarieren sich Männer als pauschale Opfer, behaupten als „Trennungsopfer“ ganz unschuldig von ihren „bösen“ Frauen finanziell ausgebeutet zu werden und dabei keinerlei Rechte „am Kind“ zu haben. Diese Männer bezeichnen sich in Analogie zum verhassten Feminismus als Maskulisten, organisieren sich in Vereinen und Parteien und kämpfen für die „wahre Gleichberechtigung“ aller Männer.
Die stärkste Ausprägung der Männerrechtsbewegung, die seit langem vor allem in den USA, Kanada, Australien, Großbritannien oder Frankreich durch spektakuläre Aktionen oder militantes Auftreten gegen Richter*innen, Feministinnen oder Politiker*innen für Aufsehen sorgt, ist die sogenannte „Väterrechtsbewegung“. Insbesondere durch die „verweiblichte“ Justiz fühlen sie sich benachteiligt und als „Zahlväter“ missbraucht.
Am 12. Juni wollen Vertreter dieser zutiefst frauen- und auch kinderfeindlichen Gruppierungen im Rahmen einer europaweiten Daddy’s Pride in Wien auf die Straße gehen um ihre antifeministischen Forderungen kundzutun.
Wir rufen dazu auf, dieser reaktionären Bewegung entschlossen entgegenzutreten!

Den gesamten Aufruftext sowie weitere Informationen findet ihr auf: goodnightdaddyspride.blogsport.de

Antifa Café im Juni

autonome antifa [w] & MayDay2000 Graz present:

Antifa f

Vorstellung der »…umsGanze!«-Broschüre STAAT, WELTMARKT UND DIE HERRSCHAFT DER FALSCHEN FREIHEIT: 7. Juni, 19 Uhr im Depot – Breite Gasse 3, 1070 Wien

„Der Grundlagentext des »…umsGanze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusamen-hang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des »Politischen« und der »Freiheit« in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.

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Burschiaufmarsch wegbassen! Wer nicht feiert, hat verloren!

Hier findet ihr unseren Redebeitrag zu der diesjährigen Befreiungskundgebung:

Wie jedes Jahr findet auch heuer das sogenannte „Totengedenken“ von deutschnationalen Burschenschaftern, FPÖler_innen und weiteren Neonazis in Wien statt. Organisiert und ausgerichtet wird die gruslige Veranstaltung vom Wiener Korporationsring (WKR). Zu den weiteren Aktivitäten des WKR, in dem mehr als zwanzig lokale Studentenverbindungen organisiert sind, die sich politisch in einem Spektrum zwischen „national-freiheitlich“, völkisch-deutschnational und offen neonazistisch bewegen, zählen weiters die Organisierung des WKR-Balls, der „Sonnwendfeier“ am Wiener Cobenzl sowie die Gedenkveranstaltung für den Nazi-Helden Walter Nowotny am Wiener Zentralfriedhof. Bei diesen „Events“ wird immer wieder die enge Verquickung deutschnationaler Männerbünde mit dem organisierten militanten Neonazismus deutlich. 2002 rief die neonazistische „Kameradschaft Germania“ zur Teilnahme am „Totengedenken“ auf, dies unter Angabe der Mailadresse und Homepage des WKR als Anlaufstelle und Informationsquelle für die „Kameraden“. Auch auf diversen deutschen Neonazi-Seiten wurde zu der Veranstaltung aufgerufen. 2004, die Festrede hielt H.C. Strache, fand sich unter den Zuhörer_innen u.a. Ex-VAPO-Führer Gottfried Küssel.

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8. Mai: Ein Fest der Befreiung

Wer nicht feiert, hat verloren!

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Am 8. Mai 2010 jährt sich zum 65. Mal die Zerschlagung der nationalsozialistischen Herrschaft. An diesem Tag feiern wir die Niederlage des deutschen Reiches, das Ende von Mord und Unterdrückung, die Befreiung der Gefangenen aus den Konzentrations- und Vernichtungslagern – und trauern um die Ermordeten der Shoah. Ebenso trauern wir um die ermordeten Homo–sexuellen, Roma und Sinti, Euthanasie-Opfer, „Asozialen“ und politischen Gegner_innen des Nationalsozialismus. Am 8. Mai feiern wir diejenigen und danken denjenigen, die diesem Treiben ein Ende setzten. Gleichzeitig bleibt aber das Entsetzen, dass die Niederlage der Nazis um so vieles zu spät erfolgte und dass essenzielle „Errungenschaften“ des NS bis heute weiterbestehen.

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Antifa Café im Mai

Morgen, 3. Mai: Was ist falsch am Extremismusbegriff?

Antifa Cafe

03. Mai // 19 Uhr, Depot: Was ist falsch am Extremismusbegriff? [Vortragende: Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (INEX), Deutschland]

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