Archiv für Juni 2010

Gegen jeden Nationalismus, Rassismus und Islamismus!

Am 18.06.2010 will wieder einmal der rassistische Bürgermob unter dem Label „Bürgerinitiative Dammstraße und Rappgasse“, gemeinsam mit Neonazis und ihrem FPÖ-Anhang, durch Wiens Straßen marschieren um gegen den herbei halluzinierten Bau einer Moschee mobil zu machen.

Who the fuck is „Rappgasse“?

Der Grund, der die Aktivbürger_innen zum Rasen bringt, ist der Ausbau eines Kulturzentrums in der Rappgasse. Der türkisch-islamisch, nationalistische Kulturverein ATIB will einen Gebäudekomplex errichten, in dem ein Kaffeehaus, ein Friseursalon, ein Lebensmittelmarkt und eine Kinderbetreuungsstätte Platz haben sollen. Dass es sich bei den Bürgers nicht um eine emanzipatorische Kritik am Islamismus oder an Religionen generell handelt, sondern um plumpe rassistische Ressentiments, wird deutlich, wenn mensch sich deren Argumente anschaut: Der Ärger richtet sich gegen „Zwiebel- und Knoblauchwolken“, welche bei Grillfesten entstehen sollen, gegen Kinder die sich laut in türkisch unterhalten, gegen die Bildung einer vermeintlichen Parallelgesellschaft und gegen die Nichtintegration „der Fremden“. Eines ist klar, um den Islam oder Moscheen geht es hier gar nicht. Mal sprechen sie von „Islamisierung“, mal von „Türkisierung“ – gemeint ist beide Male die „Überfremdung“. Ihnen geht es, wie ein Mitglied der Bürgerinitiative formulierte, um die „Rettung der tausendjährigen deutschen Kultur“. Worin diese „tausendjährige deutsche Kultur“ bestehen soll, bleibt ausgespart. Nationale Kultur bleibt halt ein Konstrukt, das den Schein von Einheit und Homogenität erzeugen soll.

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Solidarität ist eine Waffe

Stellungnahme der GNDP-Orga-Gruppe zur Repression auf der Good Night Daddy’s Pride-Demo

Am Samstag, den 12. Juni, fand die Good Night Daddy’s Pride-Demo gegen reaktionäre Väterrechtler und Antifeminist_innen statt. Nachdem sich die angemeldete Demo aufgelöst hatte, entschieden sich einige Leute spontan dazu weiterzugehen. Wir wollen hier betonen, dass es völlig legal ist, an einer spontanen Kundgebung oder Demonstration teilzunehmen. Die Polizei ging sehr repressiv gegen vermutliche Teilnehmer_innen vor und jagte in ihrer Willkür sowohl Demonstrant_innen als auch Passant_innen. Einige Leute wurden aufgeschrieben, und mindestens eine Person, S., wurde verhaftet. Am Montag wurde Untersuchungshaft verhängt, und S. sitzt nun immer noch in der Justizanstalt Josefstadt. Es ist zu vermuten, dass seine nächste Haftprüfung erst in zwei Wochen stattfindet. Für weitere Infos zur Situation von S. und Soli-Aktionen siehe at.indymedia.org.

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