Archiv für April 2011

Aufruf zum sozial-revolutionären Block auf der SJ-Demo. Schluss mit lustig!

Antirassismus steht bei linken Gruppen derzeit hoch im Kurs. Zum Anlass des am 27. April geplanten Protestmarsches gegen die Verschärfungen des Asylgesetzes streitet mensch sich über die Notwendigkeit des Begriffes „Rassismus“ in einer antirassistischen Mobilisierung. Der traditionelle Fackelzug der SJ-Wien am 30. April steht gar unter dem Motto „Rassismus raus aus den Köpfen“. Dass es schlecht um die gesellschaftlichen Entwicklungen in Österreich und Europa steht, dürfte kein Geheimnis mehr sein.

Eine Antwort auf die Fragestellungen unserer Zeit findet sich weder in Diskurspolitik, noch im Museums-Marxismus. Die Identifikation mit der eigenen Ohnmacht durch Rückzug in die noch verbliebenen vier Wände scheint auch nicht prickelnd zu sein. Gerade heute geht es daher um die inhaltliche Schärfung einer Kritik an den bestehenden Verhältnissen als Ganzes, und die konsequente Feindschaft mit Staat, Nation und Kapital.

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Neue Folge: …ums Ganze-TV

Die neue Folge …umsGanze-TV in voller Länge!

Interview mit der „zufaellig generierten zeichenkette“

Die linksradikale Zeitung „zufaellig generierte zeichenkette“ führte mit uns ein Interview. Hier in voller Länge nachzulesen.

Um die autonome Antifa Wien ranken sich viele Gerüchte. Es seien Antideutsche, SpalterInnen, israelische NationalistInnen. Sie verbreiten „Angst und Schrecken“ in der Szene wie bei manchen die „DefMa-Hools“. Was die „AFA“ alles als Antisemitismus verstehen, und warum sie so manche Kritik am Kapitalismus als verkürzt „vernadern“, scheinen die meisten Linken nicht zu verstehen. Eigentlich Grund genug, mal etwas genauer nachzufragen.

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22.06.2011 – Wir kommen um zu stören! Innenministerkonferenz auflösen! (Frankfurt/Main)

Mobilisierungen des …ums Ganze!-Bündnis und anderer Gruppen gegen die Innenministerkonferenz der BRD.

Am 22. Juni findet in Frankfurt am Main die Innenministerkonferenz (IMK) der BRD 2011 statt, an der die Innenminister aller Bundesländer teilnehmen. Dagegen rufen wir zu massiven Protesten auf. Denn die IMK ist eine der zentralen Institutionen, die heute die Kriminalisierung sozialer Konflikte vorantreibt und öffentlich legitimiert.

Mit der Einschränkung des Versammlungsrechts, „Loyalitätstests“ für EinwanderInnen, der Ausweitung der Befugnisse von Polizei und Verfassungsschutz wie z.B. der Vorratsdatenspeicherung, der brutalen Abschottung Europas gegen MigrantInnen, der Propagierung der Extremismustheorie, usw. wird von staatlicher Seite aktuell auf sozialen Konflikte reagiert. Die mediale Kampagnen zu „Kriminalität“ und „innerer Sicherheit“ wollen uns glauben machen, dass die Aufrüstung des Staatsapparats nach Innen und Außen in unser aller Interesse ist. In Wirklichkeit dient sie dazu, die kapitalistische Verwertungslogik und die fortschreitende Ökonomisierung aller Lebensbereiche abzusichern und den Widerstand gegen dagegen zu kontrollieren. Alle Bereiche der Gesellschaft sollen dem Ziel der nationalen Standortkonkurrenz im globalen Wettbewerb untergeordnet werden.

Wir kommen um zu stören! IMK auflösen!

- Homepage des Bündnis gegen die IMK
- Bündnisaufruf
- Aufruf des sozialrevolutionären & antinationalen Krisenbündnis
- Aufruf des …umsGanze! Bündnis
- Mobilisierungsmaterial

Kein Friede mit Braunau! Antifa-Demo am 16.04.

Dank finanzieller Unterstützung der ÖH Uni Wien gibt es einen Bus aus Wien nach Braunau. Infos & Anmeldung unter afa_wien (at) riseup (dot) net

Außerdem findet am 15. April ab 20:00 Uhr das mittlerweile sechste Antifa Café in Steyr statt.
Im Röda eigenen Jugendzentrum gibt es eine Einführung in die Kapitalismuskritik (Kritik der politischen Ökonomie) von der autonomen antifa [w]. Anschließend soll ein Vergleich zwischen verschiedenen Bewegungen mit antikapitalistischem Selbstverständnis, gezogen werden. Als konkretes Beispiel wollen wir vor allem den Aufruf „Gegen Nazis, Rassismus und Sozialraub“ des Bündnis „Braunau gegen Rechts“ heranziehen und diskutieren.

antifasteyr

weitere Infos unter https://antifacafesteyr.wordpress.com/

Hier der Aufruf der antifa steyr und der autonomen antifa [w]:

Kein Friede mit Braunau

Die ländliche Idylle des kleinen Städtchens an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland, wird zumeist einmal im Jahr ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Grund dafür ist eine antifaschistische Demonstration, die sich an dem Geburtstag von Adolf Hitler orientiert. Dieser wurde ja bekanntlich in Braunau geboren. Ist dort die bürgerlichen Linke teilweise noch lieber gesehen als die Nazis, gibt es spätestens für die Autonomen keinerlei Verständnis mehr. Von offizieller Seite werden aber auch nur die „demokratischen Kräfte“ mobil gemacht, um in einem breiten und nichtssagenden Bündnis, die Stadt von braunen Schandflecken zu säubern. Organisiert wird das Spektakel durch ein maßgeblich von der KJÖ bestimmtes Bündnis sozialistischer Gruppierungen mit problematischem Näheverhältnis zum Antizionismus. Die selbsternannt, „traditionelle Antifa Demo“ wurde in den letzten Jahren, aber immer mehr zum innerlinken Kräftemessen, unter massivem Abstrich inhaltlicher Kritik und ohne jeglichen Argumentationsanspruch. Vorneweg marschiert das rote Fahnenmeer zur Selbstinszenierung der besseren Hälfte Österreichs. Direkt danach kommt der Black bloc, mit über weite Strecken unreflektiertem und martialischem Auftreten. Diesem Szenario wollen wir heuer entgegenwirken und verknüpfen die Teilnahme an der Veranstaltung mit inhaltlichen Interventionen und einer klaren Abtrennung vom Block der Organisator_innen. Außerdem wollen wir vor allem in den eigenen Reihen gezielt gegen männliches Dominanzverhalten vorgehen.

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