Archiv für Oktober 2011

Mobi-Video zur Demo-Parade am 31.10.11.

Süßes sonst gibt’s Saures! Gegen den Horror des Kapitalismus!

31.10.11.: AFA Wien ist Kotzscheiße Party!

„Seit geraumer Zeit ist in allen Szenebereichen eine merkliche Entideologisierung erkennbar. Ideologie wird zunehmend durch eine ideologiefreie Form der „Erlebniskultur“ ersetzt. Eine quantitative Zunahme von Protestteilnehmerinnen und Protestteilnehmern mit rudimentärer oder fehlender theoretisch-ideologischer Basis ist evident.“ (BVT)
Besonders hervorgetan hat sich dabei die „berufsjugendliche Pop-Antifa“ (Bagru Powi), „eine autoritäre, dogmatische, heimtükische […] Sekte“ (zufällig generierten zeichenketten), deren „ruf […] im keller ist“ (indymedia), auch bekannt als autonome antifa [w]. Diese gibt es nun schon seit 2 beschissenen Jahren. Sie trat mit dem Ziel an, den Zumutungen von Staat, Nation und Kapital ein für alle mal ein Ende zu bereiten – doch nicht mal das haben sie bis jetzt geschafft. Vielleicht sollte die AFA auch einfach mal einsehen, dass „Antideutschtum, Antinationalismus […] nicht mit antifaschistischem Kampf zu vereinen bzw. in irgendeiner Weise akzeptabel ist.“ (roteantifawien)

Deswegen wollen wir uns auf das besinnen, was wir am besten können: Party – und zwar richtig. Denn wenn ich nicht kotzen kann, ist es nicht mein Kommunismus!

Süßes, sonst gibt’s Saures!

Demo-Parade gegen den Horror des Kapitalismus!
31. Oktober 2011 // 18:30 Uhr // Europaplatz, Wien

halloween

Vom Monster im Schrank …

Wir alle haben das in irgendeiner Weise durchgemacht. Es wird dunkel, die Kinderzimmertür geht langsam zu, und die Angst ist da. Ob nun vor dem Monster im Schrank, der Spinne in der Ecke, oder einfach nur vor Alpträumen oder der Dunkelheit selbst. Aus dem Kindesalter hinausgewachsen, erscheinen uns solche Ängste irrational und unlogisch. Die Allgemeinheit meint dann, dass „die Kinder das halt noch nicht verstehen“, oder prinzipiell einfach ängstlicher wären. Jedoch beschränken sich Ängste nicht auf Kinder und ihre Furcht vor dem Monster im Schrank, sondern auch – oder vor allem – „Erwachsene“ sehen sich im kapitalistischen Alltag mit der realen Angst ums Überleben konfrontiert. Diese Angst ist aufgrund kapitalistischer Logik durchaus rational. Werden diese Ängste jedoch objektiv betrachtet, also aus Perspektive einer industrialisierten Gesellschaft, die in der Lage ist ausreichend Ressourcen hervorzubringen um das Überleben – und den Luxus – für alle zu sichern, erscheint diese Angst plötzlich so irrational wie die vor dem Monster im Schrank.

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Stellungnahme: Austritt aus dem Bündnis „Offensive gegen Rechts“ (OgR)

israelbiszumkommunismus

Nach längerem Reflexionsprozess innerhalb unserer Gruppen haben wir, die autonomen antifa [w], uns schlussendlich dazu entschieden aus dem „Offensive gegen Rechts“-Bündnis, welches sich anlässlich der geplanten Proteste gegen den WKR-Ball 2012 gegründet hat, auszutreten.

Wurde bereits im Frühjahr mehrmals berechtigte Kritik sowohl an der Einladungspolitik als auch an einzelnen Gruppen innerhalb des Bündnis geübt (siehe u.a. offene Brief), hat es das OgR-Bündnis kaum geschafft diese Kritik aufzunehmen und angemessen umzusetzen. Auch wenn sich Gruppen wie Linkswende und Revolution selbstständig aus diesem zurückgezogen haben, wurden kaum Debatten über die antisemitischen Positionen des ArbeiterInnenstandpunkt (AST, früher LSR) geführt oder mit der Begründung einer angeblichen inhaltlichen Neupositionierung des AST (siehe Stellungnahme) abgeblockt. Sollte es früher oder später doch noch zu einem Ausschluss kommen – ein durchaus begrüßenswerter aber unwahrscheinlicher Schritt – basiert dies unserer Einschätzung nach nicht auf einer intensiven und notwendigen, Auseinandersetzung mit den dort vertretenen antisemitischen Positionen, sondern ausschließlich auf einer „Kosten-Nutzen-Rechnung“ bezüglich der zukünftigen Einladungspolitik des Bündnisses. Ein derartiges Verhalten würde bei der aktuellen Zusammensetzung des OgR-Bündnis jedoch wenig überraschen. Ebenso wurden die mehrmaligen Versuche unsererseits einen bündnisinternen Reflexionsprozess zu starten bestenfalls ignoriert. Unabhängig davon das antisemitische Positionen im gesamtgesellschaftlichen Kontext als auch im Besonderen in linken Diskursen scharf zu verurteilen sind, erscheint uns der aktuelle Umgang mit dieser Problematik innerhalb des Bündnis umso schwerwiegender, wird in Betracht gezogen, dass der WKR-Ball im Jahr 2012 und die damit verbundenen Proteste am Tag der Auschwitzbefreiung stattfinden werden.

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