27.01. Vienna Calling! Den WKR-Ball crushen!

Antifaschistische Demonstration! Treffpunkt am Europaplatz in Wien, 17 Uhr!

Die Demo ist angemeldet & wurde nicht untersagt! Im Internet kursieren aktuell Gerüchte, dass die noWKR-Demo „illegal“ sei. Das ist nicht korrekt! Alle aktuellen Ankündigungen, Infos & News findet ihr auf unserer Seite, http://nowkr.at, http://umsganze.org oder http://antifanet.at

wkr sticker

umsGanze!-Aufruf „Vienna Calling“
antifanet-Aufruf „Den WKR-Ball crushen“

umsGanze! TV Folge 11 – Mobivideo
Unser Beitrag zur Ideologiekritik des Gedenkes

Seite der betreuenden Rechtshilfe in Wien.
Rechtshilfenummer für den 27.01.: 0043 (0) 681 – 83 10 30 50


noWKR-Ball Demo 2012 // nowkr.at auf einer größeren Karte anzeigen

Die Demonstration ist angemeldet und die oben eingezeichnete Route wurde genehmigt! Bitte achtet auf weitere Ankündigungen, News & Infos!

Beim Gedenken wird nicht gedacht und jeder Nazi, der rennen muss, ist besser als hundert Kränze!

Dieser Beitrag wurde für die in Kürze erscheinende Broschüre „Zur Kritik… “ der Gruppe D-Day geschrieben. Hier nun die vorab Veröffentlichung.
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Vorwort
Gerade in Anbetracht des gesellschaftlichen Diskurses, welcher sich um den WKR-Ball 2012, der am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung stattfindet, und den österreichischen Umgang mit der nationalsozialistischen Geschichte drehen, möchten wir mit linken Allgemeinplätzen in Bezug auf Geschichts- und Gedenkpolitik aufräumen. Die Notwendigkeit, die soziale Form des Gedenkens aus ideologiekritischer Perspektive zu thematisieren, scheint uns aktuell gegeben zu sein. Die später angeführten Thesen können und sollen nicht als abgeschlossen gesehen werden, sondern sollen zu einer kritischen Positionsbestimmung der radikalen Linken beitragen.
Mit der Kritik an der Gedenkform wollen wir nicht die spezifische Verlaufsform von Nationalideologien der deutschen und österreichischen Täter_innengesellschaft unterschlagen. Diese Kritik muss als eine Zuspitzung gesehen und verstanden werden, die ein Problem deutlich machen soll. Es ist wichtig, die identitäre Funktion des Gedenkens zu kritisieren, anstatt in vermeintlich „gutes“, also „richtiges“, und „böses“ – „falsches“ – Gedenken zu unterscheiden. Es sollte kein Zweifel darüber bestehen, dass der Holocaust, als einzigartiges Geschehen, eine Herausforderung für nationale Identitätspolitiken darstellt. Die Flexibilität des Gedenkens wird am Beispiel Deutschland besonders deutlich. Durch die Singularität des Holocaust und der „Fähigkeit“, dieses Einzigartige zu „bewältigen“, hat Deutschland als „Aufarbeitungsweltmeister“ wieder einen positiven Bezugspunkt gefunden, der ins nationalideologische Narrativ eingespeist werden konnte. Für Österreich lässt sich das bisher nicht behaupten.1

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