Archiv für März 2012

Über die Verhältnisse leben! Luxus und Dekadenz statt Gürtel enger schnallen!

m31!

Viennese part of M31 – european action day against capitalism

Samstag, 31.03.2012, ab 14:00
Marcus Omofuma-Denkmal (Museumsquartier / Mariahilfer Straße, Wien)

Den Aufruf findet ihr hier

14:00 Linksradikales Straßenfest
Mit guter Musik, unzähligen Infotischen, radikalen Redebeiträgen, schmackhafter Volxküche, kühlen Getränke, unschlagbarer Siebdruck-Werkstatt und vielem mehr.

15:00 Kritische Intervention
…auf der vorbeiziehenden Demo gegen Vorratsdatenspeicherung. Aufmerksamkeit erregen und die falsche Kritik zerstreuen.

16:00 Über die Verhältnisse denken
Workshop zur Krise
Theoriebüro (Wien)

17:00 Hedonistische Fahradspiele
Bikekitchen (Wien)

18:00 Selbstlaut & Yasmo – live!
HipHop, Wien

19:00 Movie-Screenig

From Greece, with Love
Riot-Video Collection aus Griechenland

Kropotkin, die kommende Revolution

Eine Collage zur kommenden Revolution.

20:00 Über die Verhältnisse raven!
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…ums Ganze! TV goes M31 – fight capitalism 100%

Infos für Wien auf: vienna.march31.net

M31 – Mobivideo

M31 Movie – european day of action against capitalism from M31 Moviecrew on Vimeo.

mehr Infos auf vienna.march31.net

Veranstaltungshinweis:

Revolte in der Eurozone? Europäisches Krisenmanagement und
Strategien des Widerstandes.

Diskussionsveranstaltung mit Thomas Sablowski
Dienstag, 20. März 2012
20 Uhr
HS1, NIG, Universität Wien

Getragen von einem breiten Bündnis an Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen werden vom 17. bis zum 19. Mai in Frankfurt Tage des Protestes gegen das Krisenregime der Europäischen Union stattfinden. Mit Massenprotesten, Blockaden und Besetzungen soll ein klares Zeichen gegen die Verwüstung Griechenlands und anderer Länder, gegen die Verarmung und Entrechtung von Millionen und die faktische Abschaffung demokratischer Verfahren in der Folge von Beschlüssen der Troika (EZB, EU und IWF) gesetzt werden. An der europaweiten Mobilisierung für diese Aktionstage wollen wir uns in Wien beteiligen. Deshalb laden wir dazu ein, gemeinsam über die Ursachen der aktuellen (Euro-)Krise zu diskutieren und nach Möglichkeiten für einen breiten Widerstand gegen die Krisenpolitik der Herrschenden zu suchen.

Diskussionsveranstaltung mit:
Thomas Sablowski (Dozent an der Universität Frankfurt und
Redakteur der Zeitschrift PROKLA)
Renate (Redaktion der Zeitschrift grundrisse)

We like noWKR!

Eine Auswertung von …umsGanze! zur noWKR-Demo 2012

wkr 2012 a

Vor ungefähr einem Jahr startete das kommunistische …umsGanze!-Bündnis unter dem Titel „Vielen Dank für die Blumen – Gegen Integration und Ausgrenzung“ eine Kampagne gegen Sozialchauvinismus und Rassismus. Dabei entstand die Idee, vor dem Hintergrund der Konjunktur reaktionärer Ideologien in Europa und der damit verbundenen Hetze, die nach dem Motto: Schuld an der Misere ist nicht das kapitalistische System, sondern sind „die Anderen“, die „Sozialschmarotzer“ und „Integrationsverweigerer“, funktioniert, ein deutliches Zeichen zu setzen (Stichworte: Thilo Sarrazin-Debatte/ Wahlerfolge der FPÖ – Freiheitliche Partei Österreichs, die mit rechtspopulistischen bis neonazistischen Elementen deutlich über 20 Prozent der Stimmen erhält/ „Pleitegriechen“ usw.). Im Rahmen dieser Kampagne wurde sich auf eine linksradikale Mobilisierung gegen den jährlich stattfindenden reaktionären Ball des Wiener Korporationsrings (WKR-Ball) geeinigt. Dieser Burschenschafterball stellt ein europaweites Treffen von Rechtspopulist_innen bis Neonazis dar: So gaben sich unter anderem Heinz-Christian Strache (FPÖ), Marine Le Pen (Front National) sowie Mitglieder von Vlaams Belang und den Schwedendemokraten am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung die Klinke in die Hand. Eröffnet wurde der Ball in der Wiener Hofburg – dem österreichischen Äquivalent zum Schloss Bellevue – vom dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ). Dass ein Staatsoberhaupt Österreichs die Rechte Europas am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung zum Tanz einlädt („Austrian far right celebrates on Holocaust holiday“ fasste CBS-News kurz und bündig zusammen), ist symbolisch für ein Land, in dem rassistische und antisemitische Vorstellungen weit verbreitet sind und ein ausgeprägter Geschichtsrevisionismus (Österreich als erstes Opfer des nationalsozialistischen Deutschlands) bis heute vorhanden ist. All dies trifft in Österreich auf eine schon immer relativ schwache Linke; was auch die Bezeichnung der 1968er Bewegung als „heiße Viertelstunde“ (Frankfurter Rundschau) verdeutlicht.

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[M31] Aufruf zum europäischen Aktionstag gegen Kapitalismus!

aufruf

Sozial–revolutionärer Auflauf
Samstag 31.03.2012, ab 14:00
Marcus Omofuma-Denkmal (Museumsquartier / Mariahilfer Straße)

Aufruf als pdf: m31 folder

Infos unter: vienna.march31.net

Ein Aktionstag gegen den Kapitalismus?
Protestiert wird dieser Tage viel auf der ganzen Welt. Und der Kapitalismus ist auch wieder im Gespräch. Seine fatalen Auswirkungen auf das Ökosystem und das menschliche Leben lassen sich zunehmend schlechter leugnen, die Idee von immerwährendem Fortschritt und Wachstum scheint vielen nicht mehr plausibel. Aber die Kritik, die daraus erwächst greift meistens zu kurz. Oft beschränkt sie sich darauf, einzelne Akteur_innen und deren Handeln moralisch zu bewerten, sie gegebenenfalls zu verurteilen, und eine strengere Regulierung sowie das Austauschen von Funktionsträger_innen durch vermeintlich “aufrechtere” Personen zu fordern.

Dabei liegt es in den Strukturen der Kapitalismus, dass nicht selten moralisch fragwürdiges oder sogar verwerfliches Verhalten das rationalste ist. Richtet sich also der Protest vor allem gegen bestimmte Akteur_innen, dient er letztlich oft mehr als Ventil für die individuelle Ohnmacht und spielt dabei seine Rolle mit, das bestehende System zu legitimieren, indem nahegelegt wird, es wäre unter den Bedingungen dieses Wirtschaftssystems möglich, grundlegend anders zu handeln.
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