Archiv für April 2012

[28.04.2012] Offenes ANTIFANET Treffen in Linz!

Antifanet
…ist ein Plattform von und für radikale Linke in Österreich. Durch kontinuierliche Vernetzungsarbeit soll ein Informations- und Erfahrungsaustausch vorangetrieben werden. Auf Antifanet.at der Hompage zum Projekt können alle beteiligten Gruppen, Initiativen und Personen zB Veranstaltungen Bewerben oder ihre Texte hochladen.

Organisierung
…wird uns nicht erspart bleiben, wollen wir die herrschenden Verhältnisse überwinden. Ob nun für symbolischen Protest, direkte Aktion oder persönliche Theorie-Aneignung, wir empfehlen: Bildet Gruppen, Banden oder Bündnisse! Gerade längerfristige Organisierung bzw Zusammenarbeit ist in der radikalen Linken leider kaum ausgeprägt. Mit dem Projekt „Antifanet“ wollen wir diesem Umstand entgegentreten.

Befreite Gesellschaft

…ist unser Ziel. Die einen mögen sie Kommunismus die anderen Anarchie nennen. Klar ist aber das auf dem Weg dorthin Herrschaftsverhältnisse und Unterdrückungsmechanismen konsequent bekämpft werden müssen. Deshalb weisen wir an dieser Stelle noch einmal explizit darauf hin, dass Antifanet zwar das sein soll, was wir draus machen, aber sicher keine Plattform für Sexismus, Antisemitismus, ect.
Offenes Treffen: 28.4.2012. // 15 Uhr // Kapu // Linz

[20.4.2012] Über die klassenlose Klassengesellschaft und ihre Aufhebung

Abendveranstaltung und Tagesseminar zu den „28 Thesen zur Klassengesellschaft“ von den Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft.

Abendveranstaltung: 20.4. 19:30 Hörsaal 3, NIG (Neues Institutsgebäude Uni Wien – Universitätsstraße 7)

Workshoptag: 21.4. 13-18:00 in der_die Schenke
Pfeilgasse 33
Anmeldung zum Workshop
--> ksv[ät]linke-liste.at

Die 28 Thesen zum reinlesen gibts hier

Die gegenwärtige Verfasstheit der Gesellschaft nötigt zu dem Befund, dass sich einerseits die historischen Tendenzen der kapitalistischen Produktionsweise, wie sie von Marx bestimmt wurden, mit aller Gewalt geltend gemacht haben, andererseits die alte Arbeiter_innenbewegung in all ihren Schattierungen unwiderruflich der Vergangenheit angehört. Gerade im Zuge der Proletarisierung der Weltbevölkerung, ihrer Verwandlung in Lohnabhängige, scheint sich das Proletariat als einigermaßen klar umrissener Akteur verflüchtigt zu haben.

Richtig ausbuchstabiert, ist die Rede von einer »klassenlosen Klassengesellschaft« (Adorno/Horkheimer) für das Begreifen dieser Konstellation hilfreicher, als die Beschwörung einer »Multitude« oder auch die Liquidierung des Klassenbegriffs schlechthin, die heute als kritische Theorie empfohlen wird. Denn nicht nur prägt der Zwang zum Verkauf der Arbeitskraft die Weltgesellschaft stärker denn je, auch der Widerspruch von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen hat heute einen Punkt erreicht, an dem die Selbstaufhebung des – wie sehr auch zersplitterten – Proletariats, die selbst die radikalen Flügel der alten Arbeiter_innenbewegung nicht wirklich auf die Tagesordnung gesetzt haben, denkbar geworden ist.

Ausgehend von ihren »28 Thesen zur Klassengesellschaft« (2007) werden die Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft diese Gedanken in einer Abendveranstaltung ausführen und sich auch mit der aktuellen Krise und den durch sie hervorgerufenen Kämpfen befassen. In einem Tagesseminar besteht die Möglichkeit, den Text eingehender zu diskutieren. Die Freundinnen sind ein sozialrevolutionärer Zirkel in Berlin, der u.a. die Zeitschrift Kosmoprolet (www.kosmoprolet.org) mitherausgibt; die »28 Thesen« können im Internet gefunden werden.

Eine Veranstaltung des KSV-Lili und der autonomen antifa [w]

Mehrere hundert Menschen beim M31-Aktionstag in Wien!

In Wien fanden sich anlässlich der Kundgebung im Rahmen des M31 (european day of action against capitalism) mehrere hundert Menschen beim Marcus Omofuma Denkmal am MQ ein. Dabei ging es nicht nur um eine kritische Analyse der Verhältnisse, sondern auch um die Frage, wie eine emanzipatorische antikapitalistische Praxis konkret aussehen könnte. Zwar können wir keinen Masterplan für eine befreite Gesellschaft vorlegen, doch ist es uns gelungen, den Kapitalismus in seiner gesellschaftlichen Totalität zu thematisieren. Denn Schuld an Armut, Krise und Ohnmacht sind nicht korrupte PolitikerInnen, gierige SpekulantInnen oder „faule SüdeuropäerInnen“, sondern die systemischen Zwänge des Kapitalismus selbst. Kapitalismus bedeutet Konkurrenz, Ausschluss, Ausbeutung, Unterdrückung und vergoldete Scheiße für wenige. Daher halten wir es für notwendig, eben diese Verhältnisse zu überwinden. Das Motto unserer Kundgebung lautete somit auch „über die Verhältnisse leben! Luxus und Dekadenz statt Gürtel enger schnallen“.

Der sozialrevolutionäre Auflauf konnte um 14Uhr pünktlich starten.
Bei lauter Musik, leckerem Essen und radikalen Infotischen versammelten siche einige hundert Menschen um ihrer Kritik an den Zumutungen von Staat, Nation, Kapital und anderer Scheiße Ausdruck zu verleihen. In einem Workshop wurden Thesen zur Krise diskutiert, welche in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Abkühlen konnte der Auflauf in einem Hip Hop Konzert der beiden MCs Yasmo und Selbstlaut, begleitet von Sturm, Regen und dennoch nicht enden wollender Tanzwut.

Da es uns natürlich nicht um ein einzelnes Event gehen kann, sondern uns eine Kontinuität linksradikaler Gesellschaftskritik am Herzen liegt, wird auch weiterhin im Rahmen des M31-Bündnis eine Vernetzung und Zusammenarbeit über die nationalstaatlichen Grenzen hinweg stattfinden.

Das nächste öffentliche Treffen des M31 Vorbereitungskreises findet am 19.04.2012 um 18Uhr im Ernst Kirchweger Haus statt.

Für einen internationalen Antinationalismus !
Fight Capitalism 100% !