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[04.06.2014] Kein Mal und nie wieder! Gegen das burschenschaftliche „Fest der Freiheit“!

Aktuelle Infos unter: freiheit.blogsport.at

Aufruf:

Gegen das „Fest der Freiheit“
Am 4. Juni 2014 wollen die Burschenschaften des Wiener Korporationsrings (WKR) zusammen mit der FPÖ einen Marsch durch die Wiener Innenstadt abhalten. Unter dem Motto „Fest der Freiheit“ wird Bezug auf das Revolutionsjahr 1848 genommen und mit dem eigens für dieses Event eingerichteten Verein „Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr 1848“ versucht, Burschenschaften als freiheitsliebende Revolutionäre, die für Menschenrecht und Meinungsfreiheit eingestanden hätten, darzustellen. Diese Strategie ist keineswegs neu: Seit ihrer Wiederzulassung zu Beginn der 1950er Jahre versuchen deutschvölkische Korporationen vor allem aufgrund ihrer nationalsozialistischen Verstrickungen, einen Legitimationsdiskurs zu etablieren, der voller Lügen, Auslassungen und Halbwahrheiten ist.
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Freiheit für Josef! Nachtrag zu den NOWKR-Protesten 2014 in Wien

Solidarität mit dem inhaftierten Genossen

Am 24. Januar 2014 fand in der Wiener Hofburg zum wiederholten Mal der Burschenschafter-Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) statt – neuerdings als „Akademikerball“, angemeldet von der FPÖ. Insgesamt 8000 Menschen gingen gegen die selbsternannte Elite Österreichs und Europas auf die Straße. Auf der gemeinsamen Demonstration von umsGanze! und dem Bündnis NOWKR fanden sich 3000 Demonstrant*innen ein. Die Polizei hatte vorab auf Eskalation gesetzt und eine weitläufige Sperrzone eingerichtet. Hinterher hatte sie reichlich Glasbruch in der Innenstadt und an einer Polizeiwache zu beklagen. Punktuell konnte die Anfahrt der BallbesucherInnen behindert oder blockiert werden. Journalist*innen wurden von der Polizei massiv in ihrer Arbeit behindert, einige gestoßen und geschlagen. Die Journalist*innengewerkschaft sah sich „an die Situation in der Ukraine erinnert“.

Um die transnationalen Proteste gegen den WKR-Ball auch für die Vernetzung der radikalen Linken zu nutzen, hatte umsGanze! für den darauf folgenden Samstag einen gut besuchten Workshoptag organisiert (Programm).

Ein Genosse aus Jena, Josef, wurde im Verlauf der Proteste festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Die geltend gemachten Haftgründe („Verdunkelungsgefahr“ und „Tatbegehungsgefahr“) sind an den Haaren herbeigezogen. Es ist offensichtlich, dass an Josef ein Exempel statuiert werden soll. Solidaritätsgruppen in Jena und in Wien koordinieren die Unterstützung. Schreibt Josef, schickt ihm Schokolade! Getroffen hat es einen, gemeint sind wir alle.

Die NOWKR-Proteste in den Medien:

Im Fernsehen: ORF, Krone.tv, Tagesschau, ORF erklärt den “schwarzen Block“

Printmedien: ZEIT online, Standard, Die Presse, ORF, mokant

Videos und Berichte: Demo, Vice, A2larm.cz, derStandard, Polizeigewalt

Fotos: flickr

Radio: Interview mit dem NOWKR-Bündnis auf Radio Orange

Presserklärungen von umsGanze!: ”Rechtspopulismus ist kein Kavaliersdelikt” (25.01.), “Solidarität kennt keine Grenzen“ (27.01.)

Presseerklärungen von NOWKR: „Skandal im Sperrbezirk – Republik errichtet Schutzzone für Rechtsextremismus“ (20.01.), „FPÖ betreibt Täter-Opfer-Umkehr“ (21.01.) „Neuerdings Notstandsgesetze in Wien?“ (22.01.), „Erfolgreiche Proteste gegen Akademikerball trotz massiver Polizeigewalt“ (25.01.)

[NOWKR] Unseren Hass den könnt ihr haben! Aufruf zur antinationalen Demo gegen den Akademikerball 2014

Zum zweiten Mal findet am 24. Jänner 2014 der Akademikerball der Wiener Burschenschaften in der Hofburg statt. Die Veranstaltung ist das Nachfolgeprojekt zum WKR-Ball, der vor zwei Jahren aufgrund mangelnder Abgrenzung zum Rechtsextremismus von den Hofburg-Betreibergesellschaften abgedreht wurde. Auch heuer wird der Ballabend wieder von der FPÖ Wien ausgerichtet, die schon letztes Jahr – unter dem Deckmantel ihres parlamentarischen Schutzes – für den medial angekratzten Korporationsring einsprang. Es scheint also, als würde sich der gleiche rechtsextreme Ballabend wie jedes Jahr in der alten Kaiserresidenz ankündigen. Doch sind sehr wohl Kratzer im korporierten Lager wahrzunehmen.
Am augenscheinlichsten ist wohl das abgestürzte Interesse für den Ball im burschenschaftlichen Milieu. Waren nach Eigenangaben des Dachverbandes in der Vergangenheit bis zu 2.000 Besucher_innen zum strammen Rechtswalzer geströmt, registrierte die Polizei am letzten Ball nur mehr rund 700 Gäste. Zu den Gründen hierfür dürften auch interne Verstimmungen zählen. So ist die Anmeldung durch die FPÖ nicht auf ungeteilte Begeisterung in Verbindungskreisen gestoßen. Vielmehr dürfte die misslungene Mobilisierung zum umbenannten WKR-Ball jedoch auf das mittlerweile ramponierte Image des Balls und deren Besucher_innen innerhalb und außerhalb der Grenzen Österreichs zurückzuführen sein. In den zurückliegenden Jahren wurde nämlich – dank kontinuierlicher Kampagnenarbeit von Antifaschist_innen – in immer breiterem Ausmaß deutlich um was für ein Treffen es sich dabei handelt.
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WKR? WTF! Das Treffen der europäischen Rechten unmöglich machen. Kein Burgfrieden dem Normalzustand


Aufruf des kommunistischen »…umsGanze!« Bündnis:

Wir sind gekommen, um zu stören

Wenn am 24. Januar 2014 mit dem Wiener Korporations-, neuerdings Akademikerball, der gefühlte Geburtstag Kurt Waldheims und Jörg Haiders begangen wird, ist das nicht die harmlose Bergdeutschen-Variante des Kölner Karnevals, sondern das Schaulaufen der rechten Eliten Österreichs und Europas. Hier treffen Chauvinist*innen und Nationalist*innen aller Couleur zusammen: Korporationsstudenten und Politikerinnen, Professorinnen und Manager, Anwälte und Unternehmerinnen. Angemeldet von der Freiheitlichen Partei Östereichs (FPÖ) unterstreicht das fröhliche Gesellschaftsspiel in den imperialen Kulissen der Hofburg den Anspruch auf Führung und Gefolgschaft – zu Walzer und Polonaise, im Wichs und in Rüschen. Die von der Mensur entstellten Gesichter lassen erahnen, was der Restgesellschaft blüht, wenn die feschen Herren und Damen an Einfluss gewinnen. Nazis und Champagner? Gründe en masse, nach Wien zu fahren und die Party zu crashen! (mehr…)

JUST ANOTHER BRICK IN THE WALL. Veranstaltungsreihe gegen den Wiener Akademikerball 2014

Aus der Perspektive menschlicher Emanzipation ist Antifaschismus eine notwendige Zumutung. Ein vernünftiger Antifaschismus speist sich heute schließlich aus der Reflexion des Nationalsozialismus. Jener nämlich, dass es etwas noch schlimmeres als die bürgerliche Gesellschaft in ihr immer geben kann. Ohne also die Erkenntnis, dass sie selbst die „sprudelnde Quelle der gesellschaftlichen Irrationalität“ (Adorno) ist, zu vergessen, bedeutet Antifaschismus, nur die bürgerliche Gesellschaft vor ihren doch je eigenen Geschöpfen in Schutz zu nehmen. Die aus dem Antifaschismus für das Projekt der Überwindung der falschen Verhältnisse zu ziehende Erkenntnis ist in diesem Sinne, dass die „objektiven Verlierer“ des Bestehenden eben nicht automatisch das subjektive Interesse am Besseren haben müssen.

Das frustrierende Hamsterrad des Antifaschismus wird die radikale Linke unter kapitalistischen Bedingungen also nicht verlassen können. Anstatt sich mit diesem Zustand jedoch gemein zu machen, wäre schon aus dieser Erfahrung ein Argument für den Umsturz zu ziehen. Denn die gesellschaftliche Situation ist bereits ohne Neonazis, Burschenschafter und der FPÖ so skandalös, wie ihr als Ganzes antifaschistisch eben nicht beizukommen ist. Der Akademikerball ist nur ein Stein in einer Mauer, die es niederzureißen gilt, um auf den Trümmern der alten Gesellschaft die befreite zu erreichten. Aus diesem Grund organisieren wir als autonome antifa [w] im Vorfeld des Akademikerballs eine vierteilige Veranstaltungsreihe zu den Themen Extreme Rechte in Europa, “das rechtsextreme Geschlecht“, Rassismus und Nationalismus in Griechenland, sowie eine Podiumsdiskussion zu Formkritik und Hegemonietheorie. Denn um dem falschen Ganzen auf die Pelle zu rücken, bräuchte es schließlich eine über den Antifaschismus hinausgehende, praktische Kritik an Staat, Kapital und Patriarchat. • (mehr…)

[05.11.2013] Völkisches Krisenmanagement in Ungarn. Zur antisemitischen und antiziganistischen Entwicklung in der ungarischen Gesellschaft

Vortrag und Diskussion mit Karl Pfeifer, Wien

Seit dem Regierungswechsel von der sozialdemokratischen Partei (MSZP) zur rechten Fidesz-KDNP von Ministerpräsident Viktor Orbán 2010 ist in Ungarn Ethnonationalismus zunehmend strukturierendes Moment der offiziellen Politik geworden. Während auf dem Gebiet der Politik die Fidesz-KDNP mit der rechtsextremistischen Jobbik-Partei konkurriert, gibt es weitgehende ideologische Übereinstimmung zwischen den beiden Parteien. Die Regierung versucht, sich im Ausland als Beschützer der Juden und Förderer der Roma darzustellen, während sie im Inland oft gemeinsame völkische Sache mit Jobbik macht bzw. deren Vorschläge verwirklicht. Einige regierungsnahe Medien betreiben offene rassistische Hetze. Neonazibanden können in Ungarn in dicht von Roma bewohnten Orten unbehelligt aufmarschieren und deren BewohnerInnen bedrohen und schikanieren. Direkte Angriffe auf Jüdinnen und Juden, etwa die Forderung nach einer Auflistung aller jüdischen Abgeordneten im Parlament nehmen zu. In der Wirtschaftspolitik wird eine regressive Nationalisierungsstrategie verfolgt, die mithilfe antisemitischer Töne Stimmung gegen das Finanzkapital macht. Währenddessen geht Orbáns Regierung gegen die Armen der Gesellschaft, insbesondere gegen Obdachlose und Roma, vor.

Der Journalist Karl Pfeifer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Wiedererstarken von Antisemitismus und Antiziganismus in Europa. In Wien gehört er dem Kuratorium des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands (DÖW) an und recherchiert dort zu neonazistischen Bewegungen. Er war jahrelang Redakteur der Gemeinde , des Organs der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, und Korrespondent des israelischen Radios. Im Frühjahr 2013 veröffentlichte er sein autobiografisches Buch Einmal Palästina und zurück.

05.11.2103
19 Uhr
dasBaeckerei (Tannengasse 1/Ecke Felberstraße, 1150 Wien)

[29.10.2013] 1# Antifa Café nach der Sommerpause

Da.Sein
Filmpräsentation mit anschließender Diskussion mit den Filmemacher_innen

Die Schauplätze von Da.Sein sind u.a.: Sokodé, zweitgrößte Stadt Togos, in den 1990er-Jahren Widerstandshochburg gegen das repressive Regime von Präsident Gnassingbé Eyadéma. Die 20-Millionen-Metropole Lagos, aus der Perspektive eines Hinterzimmers, eines Fußballplatzes und eines fahrenden Autos. Ein Refugee-Protestcamp in Hamburg. Wien: Ottakring, Favoriten, Westbahnhof, eine Sportanlage.

Unter den Protagonist_innen: eine Krankenpflegerin und ihr Sohn. Ein Fußballspieler. Ein ehemaliger Chauffeur, der gerne Busfahrer wäre. Die Betreiberin einer kleinen Schneiderei. Eine Bleiberechtsaktivistin und Familienversorgerin. Ein beliebter Party-DJ. Mit ihnen haben Aylin Basaran und Hans-Georg Eberl Interviews geführt und sie einen Monat lang mit der Kamera in ihrem Alltag begleitet. Die Erzählungen handeln von traumatischen Gewalterfahrungen und auseinandergerissenen Beziehungen, von verlorenen Hoffnungen und Rechten. Von behördlichem Rassismus und Zermürbungsterror „da“ und politischer Verfolgung „dort“, aber auch von Widerstand und Solidarität. Und von Versuchen, sich durch den erzwungenen Bruch im eigenen Leben nicht unterkriegen zu lassen.

Die Abschiebung von Menschen aus Europa ist alltägliche institutionelle Praxis. Da.Sein will eine Plattform sein für jene Stimmen, die Teil der europäischen Gesellschaften waren, aber durch das gewaltsame Herausreißen unsichtbar gemacht wurden. Der Film behauptet keinen Anspruch dokumentarischer Neutralität, sondern verschreibt sich einer parteiischen und solidarischen Perspektive, ohne dabei den Blick für die unterschiedlichen Facetten subjektiver Erfahrungen und Handlungsstrategien seiner Protagonist_innen zu verlieren.

Dienstag 29.10.2013
19:00 Uhr
das Bäckerei

ANTIFASCIST SUMMERCAMP 27.08. – 01.09.2013

asc2013

Infos unter: http://antifanet.at/

Der dritte …umsGanze!-Kongress 5.-7. Juli 2013, Berlin

Der dritte …umsGanze!-Kongress
5.-7. Juli 2013
Technische Universität Berlin

Auf dem dritte Kongress des …umsGanze!-Bündnisses wollen wir mit Dir und Genoss*innen aus anderen Län­dern über die Transformation von Kapitalismus, Staatlichkeit und Politik in der Krise diskutieren. Wie können wir diese Ordnung kippen? Und warum macht sie es uns so schwer?

Überall in Europa kämpfen Lohnabhängige, Arbeitslose und Menschen in Ausbildung gegen die Austeritäts­politik der EU. Auf Straßen und Plätzen experimentieren sie mit direkter Demokratie und streiten über neue Modelle solidarischer Ökonomie. Selbst in Deutschland werden Risse im System sichtbar – durch stadtpoliti­sche Kämpfe, durch den Widerstand von Geflüchteten, durch Krisenproteste und Versuche sie zu kriminali­sieren. Doch auch linke Politik und antikapitalisti­sche Kritik stecken in der Krise. Zwar haben sich die Zukunftsversprechen des Neoliberalismus und des Nationalstaats erledigt. Aber echte Alternativen scheinen noch viel utopischer. Die EU wankt, und kann doch problem­los ihre marktradikale Regierungslogik durchset­zen. Die Illusion eines staatlich gezähmten Kapitalismus mit menschlichem Antlitz hat Konjunktur. Rassismus und Sozialchauvinis­mus stehen in voller Blüte, reaktionäre Krisendeutungen sind weit verbreitet, traditionelle Geschlechterrollen erleben eine Renaissance.

Was also tun?
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support budapest pride 2013!


Wir dokumentieren den Aufruf des Wiener Mobilisierungsbündnis zur Budapest Pride

Am 6.7.2013 findet in Budapest die jährliche Regenbogen/Pride-Parade statt. Die Demonstration für die Rechte von LGBTQ Personen wurde in den letzten Jahren mehrmals von faschistischen Gruppen angegriffen, von der Polizei verboten und mit staatlicher Repression belegt. Angesichts dieser Vergangenheit und der aktuellen völkisch-autoritären Entwicklungen in Ungarn wollen wir Solidarität zeigen und an der Pride teilnehmen.
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